Nationalrat – Hammerschmid: „Kein Kind zurücklassen“

„Eltern brauchen Plankbarkeit, Szenarien und Information“

Wien (OTS/SK) – „Es darf nicht sein, dass die finanziellen Möglichkeiten der Familie und die Vorbildung der Eltern den Schulerfolg bestimmen. Es ist unsere Pflicht dafür zu sorgen, dass kein Kind zurückgelassen wird“, appellierte SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid in der Nationalratsdebatte am Freitag. Sie dankte den PädagogInnen für ihre Arbeit und betonte die besonderen Schwierigkeiten für manche Familien, Homeoffice und Homeschooling unter einen Hut zu bringen: „Es macht einen Unterschied, ob man als Kind im eigenen Kinderzimmer am eigenen Laptop lernen kann, oder in einer kleinen Wohnung mit mehreren Geschwistern sich einen Computer teilen muss“, zeigte Hammerschmid auf. ****

Man sehe leider aktuell die Schwächen bzw. Versäumnisse der letzten Regierung im Bereich Digitalisierung. „Es gibt viel zu viele Kinder – die Studien und Umfragen sprechen von 20 Prozent –, die gerade nicht von ihren LehrerInnen erreicht werden und keine Möglichkeit haben, am digitalen Unterricht teilzunehmen, weil ihnen schlicht und einfach die Hard- und Software dafür fehlt.“ Die SPÖ fordert seit Tagen und Wochen kostenlose digitale Endgeräte für Kinder, erinnerte Hammerschmid. Es musste eine zivilgesellschaftliche Initiative sein, die heute die ersten kostenlosen Geräte ausgibt.

Klar sei, dass niemand schuld ist an der derzeitigen Lage – „aber Sie als Bildungsminister haben es in der Hand, Entscheidungen zu treffen“, so Hammerschmid in Richtung Bildungsminister Faßmann. Eltern brauchen ein Mindestmaß an Sicherheit und Planbarkeit. Eltern sollen wissen, woran sie sind. „Natürlich müssen die Corona Infektionszahlen die Basis für Entscheidungen sein, aber es braucht Szenarien und Information der Eltern.“

Hammerschmid: „Es ist unsere Aufgabe, genau hinzusehen, dass vor allem die Schwächsten in unserer Gesellschaft, jene Menschen, die am meisten von dieser Krise betroffen sind, nicht unter die Räder kommen und Ungleichheiten verschärft werden.“ (Schluss) ah

SPÖ-Parlamentsklub
01/40110-3570
klub@spoe.at
https://klub.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender