
Osterpinze, süßes Osterlamm und Co.: VIER PFOTEN warnt vor versteckten Käfigeiern
Weltweit 95-99 Prozent der Hühner in Käfigen: Kennzeichnungspflicht für verarbeitete Produkte überfällig
Wien (OTS) – Auch wenn Ostern dieses Jahr aufgrund der Corona-Krise leider anders als gewohnt verläuft, werden in Österreich wieder mehr Eier als sonst verspeist werden. VIER PFOTEN warnt daher: Während die Konsumentinnen und Konsumenten bei den Schaleneiern aufgrund einer eindeutigen Kennzeichnung eine tierfreundliche Wahl treffen können, ist bei der Osterpinze oder beim typischen Osterlamm-Kuchen Vorsicht geboten. Denn bei allen verarbeiteten Produkten gilt: Die darin enthaltenen Eier müssen nicht gekennzeichnet werden. Daher können auch Käfigeier enthalten sein. Für VIER PFOTEN ist eine Kennzeichnungspflicht für verarbeitete Eiprodukte bereits überfällig.
Pro Jahr werden hierzulande rund zwei Milliarden Eier konsumiert, um die Osterzeit sind es laut Schätzungen 70 Millionen Eier. Mehr als jedes zweite in Österreich konsumierte Ei ist verarbeitet. „Für die Verarbeitung zu Flüssig- und Trockenei werden sehr viele Käfigeier ganz legal aus Legebatterien, z.B. aus der der Ukraine oder aus Argentinien, importiert. Vor allem über verarbeitete Produkte wie Kekse und Nudeln oder in der Gastronomie konsumieren wir immer wieder diese importierten Eier unbekannter Herkunft und Haltungsform“, sagt VIER PFOTEN Kampagnenleiterin Veronika Weissenböck. Die Einfuhr der billigeren Produkte mit niedrigen Standards sei auch grob wettbewerbsverzerrend: „Nicht nur der Tierschutz, auch die heimische Landwirtschaft fordert daher bereits seit langem eine verpflichtende Kennzeichnung von Eiprodukten.“ Die Umsetzung sollte sich laut VIER PFOTEN am Erfolgsmodell Schalenei orientieren: Für jedes eihaltige Produkt, egal ob im Handel oder in der Gastronomie, muss flächendeckend die Herkunft und Haltungsform angegeben werden.
Die Wichtigkeit einer solchen Maßnahme ist umso plausibler, betrachtet man die nüchternen Zahlen: Die Zentrale Arbeitsgemeinschaft für Geflügelwirtschaft (ZAG) schätzt, dass weltweit 95 bis 99 Prozent der vermarkteten Eier von Hühnern sind, die in Käfigen gehalten werden. In der EU selbst sitzen nach wie vor 55,9 Prozent der Hühner in so genannte ausgestalteten Käfigen. „Österreich selbst hat die Käfighaltung von Legehennen mit Beginn 2020 verboten. Da wäre es nur konsequent, wenn wir diese Tierquälerei den Konsumentinnen und Konsumenten auch nicht ohne Information zumuteten. Sie müssen, genau wie beim Frischei, die Wahl haben und sich für tierfreundlichere Produkte mit höherer Qualität entscheiden können“, fordert Weissenböck.
Mag. Elisabeth Penz
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