FCG Jugend fordert Härtefallfonds für geringfügig Beschäftigte!

Vorsitzende Manolova: „Wir brauchen dringend einen Härtefallfonds für geringfügig Beschäftigte aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise!“

Wien (OTS) – Ein Thema, das die FCG-Jugend in der Corona-Krise nicht außer Acht lassen möchte, ist die geringfügige Beschäftigung. Die Geringfügigkeitsgrenze liegt aktuell bei 460,66 EUR. Der Wegfall dieses Einkommens ist für viele erheblich.

„Für viele Menschen ist das Einkommen aus einer geringfügigen Beschäftigung von großer Bedeutung und ein Wegfall dieser Einnahmen kann dazu führen, dass Miete oder Lebensmittel nicht mehr leistbar sind. Wie soll man da an Schutzmasken, Handdesinfektionsmittel oder Vorbeugungsmaßnahmen denken? Es ist allgemein bekannt, dass insbesondere Studentinnen und Studenten vom Einkommen einer geringfügigen Beschäftigung leben und sich nur das Wichtigste leisten können, um den Fokus auf das Studium zu richten. Wie soll das funktionieren, wenn dieses Einkommen nicht mehr vorhanden ist?“, fragt geschäftsführende FCG-Jugend-Bundesvorsitzende Desislava Manolova mit Blick auf das Schicksal vieler Menschen im Kontext der Corona-Krise.

Der Sozialversicherungsstatistik ist zu entnehmen (www.sozialversicherung.at, Stand 17.4.2020), dass fast 60.000 Personen österreichweit ihre geringfügige Beschäftigung seit Anfang der Krise verloren haben. Die Zahlen werden steigen, weil die Krise noch nicht vorbei ist. Für 60.000 Menschen gibt es keine Möglichkeit der Kurzarbeit, keinen Härtefallfonds und sie haben darüber hinaus keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Derzeit haben wir in Österreich ca. 300.000 geringfügig Beschäftigte, denen Arbeitsverlust und Notstand drohen. Aber nicht nur Studentinnen und Studenten, sondern auch Lehrlinge, Schülerinnen und Schüler, Alleinerziehende, sowie Pensionistinnen und Pensionisten sind von Armut bedroht, denn die geringfügige Beschäftigung wird von Personen zwischen 14 bis 75 Jahre ausgeübt.

„Als junge Christgewerkschafterinnen und Christgewerkschafter ist für uns besonders wichtig, dass wir keine Personengruppe, die dringend Hilfe benötigt, vergessen!“ stellt Manolova klar und fordert Maßnahmen in diesem Bereich: „Wir haben bereits Gespräche mit Nationalratsabgeordneten geführt und sie auf dieses enorme Problem hingewiesen. Wir brauchen dringend eine Lösung! Daher fordern wir einen Härtefallfonds für geringfügig Beschäftigte!“

Fraktion Christlicher Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter
Mag. Denis Strieder, BA
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