Rotes Kreuz: Humanitäre Katastrophe in Griechenland verhindern

Rotkreuz-Präsident Schöpfer fordert Österreich zur Aufnahme von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen aus Griechenland auf.

Wien (OTS) – Im März hatten bereits acht EU-Staaten beschlossen, rund 1600 unbegleitete Minderjährige aus Griechenland aufzunehmen. Luxemburg machte diese Woche den Anfang, Deutschland folgt morgen und nimmt weitere Kinder und Jugendliche aus Griechenland auf. Das Rote Kreuz fordert Österreich auf, diesem Beispiel zu folgen.

„Griechenland steuert durch die Corona-Pandemie auf eine humanitäre Katastrophe zu, die es zu verhindern gilt“, sagt Rotkreuz-Präsident Gerald Schöpfer. Über 100.000 Menschen auf der Flucht leben derzeit in Griechenland, oft auf engstem Raum unter schlechten hygienischen Bedingungen, ohne ausreichender medizinischer Versorgung. Besonders prekär ist die Lage auf den griechischen Inseln, wo rund ein Drittel der Flüchtlinge Kinder sind.

„Diese Menschen brauchen dringend unsere Solidarität. Gerade in schwierigen Zeiten dürfen wir unsere Augen nicht vor der Not anderer verschließen. Die große Solidarität, die Österreich seit Beginn der Corona-Krise gezeigt hat, darf nicht an der österreichischen Grenze enden“, sagt Schöpfer. „Unbegleitete Minderjährige auf der Flucht brauchen besonderen Schutz. Die österreichische Regierung kann hier ein humanitäres Zeichen setzen und nicht nur Erntehelfer, sondern auch Kinder und Jugendliche, die alleine auf der Flucht sind, nach Österreich holen.“

Dr. Stefan Müller
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