AK liefert Betriebsanleitung für den Zusammenbruch der Wirtschaft

WKS-Präsident Peter Buchmüller kritisiert absurde Forderungen von AK und SPÖ

Salzburg (OTS) – „Mit sozialistischen Uraltforderungen werden wir die Krise nicht bewältigen, sondern nur noch tiefer in die Rezession hineinrutschen. Daher ein klares Nein zu 1.700 €-Netto-Mindestlohn und einer Arbeitszeitverkürzung!“ Dies stellte heute WKS-Präsident Peter Buchmüller zu den jüngsten Forderungen aus AK und SPÖ fest.

„Die Corona-Krise darf kein Anlass sein, um eine politische Agenda durchzudrücken, die zurecht schon x-mal als standortschädlich abgelehnt wurde“, stellte Buchmüller dezidiert zu den jüngsten Aussagen aus AK und SPÖ fest. Wer inmitten einer in Österreich historisch einzigartigen Rezession den Arbeitgebern massiv steigende Lohnkosten zumuten will, sei es durch einen noch höheren Mindestlohn (1.700 € netto!) oder durch eine Arbeitszeitverkürzung, muss sich die Frage gefallen lassen, ob er die ohnehin schon enormen Arbeitslosenzahlen noch weiter nach oben treiben will. „Viele Betriebe haben jetzt überhaupt keinen Umsatz und viele ringen ums Überleben. Jetzt zusätzlich Kostenbelastungen zu verlangen, ist eine Betriebsanleitung für den Zusammenbruch der Wirtschaft. Derartige Forderungen waren vor der Krise schon falsch, jetzt sind sie geradezu absurd!“, kritisiert Buchmüller. Jedes Konjunkturpaket würde außerdem durch derartige Belastungen sofort an Wirkung verlieren.

Österreich: Schon jetzt zweithöchster Mindestlohn in der EU

Der Präsident der WKS erinnert an die Fakten: In Österreich wird mit dem Mindestlohn von 1.500 € (14-mal) schon derzeit der zweithöchste Mindestlohn in Europa (nach Luxemburg) bezahlt. Umgerechnet auf 12 Monate entspricht das 1.750 €, deutlich mehr als etwa in Deutschland, wo der Mindestlohn 1.500 €, aber nur 12-mal, beträgt. In Branchen wie dem Handel wird schon 38,5 Stunden gearbeitet, weniger ist keinesfalls wirtschaftlich vertretbar. Wer eine 38- oder gar 30 Stunden-Woche fordert, nötigt den Betrieben jedoch nur einen noch höheren Kostenrucksack um. Es sei außerdem noch keine Krise durch weniger Arbeit bewältigt worden, sondern nur durch aktives Anpacken.

Daher ist laut Buchmüller eine völlig andere Strategie notwendig: „Es braucht eine zügige und wirksame Konjunkturförderung auf allen Ebenen. Es braucht eine sofortige spürbare Lohnnebenkostensenkung, d. h. mehr netto vom brutto für Arbeitnehmer, und damit weniger Belastungen für die Arbeitgeber. Salzburgs Arbeitgeber mussten 2019 immerhin um 4,04% mehr als Sozialbeiträgen stemmen, die sich auf 3,48 Mrd. € summierten. So kann es insbesondere in Krisenzeiten nicht weitergehen“, fordert Buchmüller zügige Entlastungsschritte. „Wir müssen jetzt alles tun, um Arbeitsplätze zu retten, nicht künstlich zu verteuern. In der AK sollte man daher den neuen Konsens in der Sozialpartnerschaft nicht wieder durch derartige Ansagen gefährden.“

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