Bundespolizeidirektion München: Stahlbetonplatten auf Bahngleisen – Mutmaßlicher Täter wegen versuchten Mordes in Haft

München (ots) –

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Deggendorf, der
Bundespolizeidirektion München und des Polizeipräsidiums Niederbayern

Die Passauer Bundespolizei hat innerhalb weniger Tage einen
Verdächtigen nach dem gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr vom
Samstag, dem 25. April, ermittelt und zusammen mit der Deggendorfer
Kriminalpolizei auf Weisung der Staatsanwaltschaft Deggendorf
festgenommen. Der junge Mann hatte mehrere Stahlbetonplatten auf die
Gleise der Bahnstrecke bei Osterhofen gelegt (siehe Pressemitteilung
der Bundespolizeiinspektion Passau vom 27. April:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/64017/4581804). Obwohl ein
Zug das Hindernis überfuhr, wurden durch die Tat glücklicherweise
keine Menschen verletzt.

Nach Vorlage der ersten Ermittlungsergebnisse der Bundespolizei ergab
die rechtliche Bewertung durch die sachleitende Staatsanwaltschaft
Deggendorf über den Verdacht eines gefährlichen Eingriffs in den
Bahnverkehr hinaus den Tatverdacht des versuchten Mordes. In der
Folge führten die Bundespolizei Passau und die Kriminalpolizei
Deggendorf gemeinsam die weiteren Ermittlungen in enger Absprache mit
der Staatsanwaltschaft.

Die Zusammenarbeit der Ermittlungsbehörden war sehr schnell von
Erfolg gekrönt: Die Beamten nahmen bereits am Dienstag, 29. April, im
Landkreis Deggendorf einen jugendlichen syrischen Staatsangehörigen
als mutmaßlichen Täter fest. Der Beschuldigte hat die Tat
mittlerweile weitgehend eingeräumt und befindet sich in
Untersuchungshaft. Den Haftbefehl erließ auf Antrag der
Staatsanwaltschaft die Ermittlungsrichterin am Amtsgericht Deggendorf
aufgrund des dringenden Tatverdachts des versuchten Mordes in
Tateinheit mit gefährlichem Eingriff in den Bahnverkehr. Dem
Jugendlichen wurde zudem ein Fachanwalt für Strafrecht als
Pflichtverteidiger beigeordnet.

Im Rahmen der weiteren Ermittlungen soll unter anderem die Motivation
des Täters geklärt werden. Leitender Oberstaatsanwalt Rudolf
Helmhagen: „Ich bin froh, dass wir den dringend tatverdächtigen
Urheber dieses Verbrechens so schnell fassen konnten. Die gemeinsame
intensive Ermittlungsarbeit der Beamten der Bundespolizei und der
bayerischen Landespolizei verdient unsere besondere Anerkennung.“ Rückfragen bitte an:

Staatsanwaltschaft Deggendorf
Leitender Oberstaatsanwalt Rudolf Helmhagen
Graflinger Straße 34
94469 Deggendorf
Tel. 0991 3898-301
E-Mail: pressestelle@sta-deg.bayern.de


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