POL-Pforzheim: (FDS) Dornstetten – Falsche Polizeibeamte erbeuten über 60.000 Euro / Zeugen gesucht
Dornstetten (ots) – Falsche Polizeibeamte konnten sich am Montagnachmittag gegen 15.30 Uhr mit über 60.000 Euro bereichern. Eine 68-Jährige erhielt bereits von Sonntagnacht an Anrufe. In den Gesprächen sprach die alleinstehende Frau mit insgesamt drei verschiedenen Personen. Ein Unbekannter nannte sich Kommissar Stein. Um weiterhin das Vertrauen der 68-Jährigen zu gewinnen, meldete sich eine angebliche Psychologin namens Sybille Schwarz. Eine weiterer Unbekannter meldete sich dann mit dem Namen Glück. Am Telefon wurde die Rufnummer 110 mit der örtlichen Vorwahl übermittelt.
Durch die geschickte Gesprächsführung gelang es den Tätern die Frau so zu beeinflussen, dass diese Wertgegenstände, auch Gold, aus ihrem Bankschließfach entnahm. Am Montagnachmittag holten dann zwei Unbekannte die Beute an einem vereinbarten Ablageort von über 60.000 Euro ab.
Die Abholer können wie folgt beschrieben werden:
Person 1: männlich, schlank, 35-40 Jahre alt, kurze schwarze Haare
Person 2: männlich, kräftig, 35-40 Jahre alt, an einer Wade war seitlich ein Tattoo
Zeugen oder Hinweisgeber werden gebeten, sich mit dem Kriminaldauerdienst, Tel. 07231 186-4444, in Verbindung zu setzen.
Informationen der Polizei:
Immer wieder sind Betrüger unterwegs, die sich als Polizisten ausgeben, um in den Besitz von Geld und anderen Wertgegenständen ihrer Opfer zu gelangen.
Am Telefon versuchen sie ihre Opfer unter verschiedenen Vorwänden, dazu zu bringen, Geld- und Wertgegenstände im Haus oder auf der Bank an einen Unbekannten zu übergeben, der sich ebenfalls als Polizist ausgibt. Dazu behaupten die Betrüger beispielsweise, dass Geld- und Wertgegenstände bei ihren Opfern zuhause oder auf der Bank nicht mehr sicher seien oder auf Spuren untersucht werden müssten. Dabei nutzen die Täter eine spezielle Technik, die bei einem Anruf auf der Telefonanzeige der Angerufenen die Polizei-Notrufnummer 110 oder eine andere örtliche Telefonnummer erscheinen lässt.
-Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung. -Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel
Polizisten, den Dienstausweis. -Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die
angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde
selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft
geben. Wichtig: Lassen Sie den Besucher währenddessen vor der
abgesperrten Tür warten. -Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten. -Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen
Verhältnissen preis. -Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie
einfach auf. -Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen. Dirk Wagner, Pressestelle
Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Pforzheim
Telefon: 07231 186-1111
E-Mail: pforzheim.pp.sts.oe@polizei.bwl.de
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