
Blimlinger: Forschungs- und Dokumentationsstelle für Antisemitismus im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands notwendig
Israelitische Kultusgemeinde Wien hat ihren Antisemitismus-Bericht für das Jahr 2019 vorgestellt. Seit 2014 haben sich die Zahlen von 255 auf 550 verdoppelt
Wien (OTS) – Der Verdoppelung antisemitischer Vorfälle müssen Taten und Vorhaben folgen, um diese Entwicklungen so rasch wie möglich zu bremsen. Wer je geglaubt hat, dass es nach Ende des Nationalsozialismus keinen Antisemitismus mehr geben würde, musste in den letzten 75 Jahren leider immer wieder das Gegenteil feststellen. „Das Zitat die ‚Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen‘ gilt selbstverständlich auch für Österreich. Und immer dann, wenn Verschwörungsmeldungen die Runde machen, wie jetzt in Zeiten von Corona sind diese nahezu alle antisemitisch – es sind immer die Juden die an allem schuld sind“, fasst die Historikerin und Kultursprecherin der Grünen die Situation zusammen.
Es ist dringend notwendig, dass wir möglichst schnell und umfassend auf diese besorgniserregende Entwicklung reagieren, wie dies auch im Regierungsprogramm deutlich zum Ausdruck kommt. „Wir haben zahlreiche Vorschläge, wie dem Antisemitismus zu begegnen ist und wir werden beginnen, diese umzusetzen. Wir brauchen dringend eine Forschungs- und Dokumentationsstelle für Antisemitismus im Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands und wir brauchen zusätzliche Bildungs- und Aufklärungsprogramme die sich an unterschiedliche Zielgruppen richten“, stellt Blimlinger Maßnahmen in Aussicht.
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