BV Lichtenegger zu Antisemitismusbericht: Klare Kante gegen Antisemitismus

Lichtenegger verspricht aktive Unterstützung der Leopoldstadt im Kampf gegen Antisemitismus

Wien (OTS) – „Es ist leider nicht überraschend, aber dennoch überaus bedenklich, dass die bei der Israelitischen Kultusgemeinde registrierten Zahlen von antisemitischen Vorfällen auch in den letzten zwei Jahren wieder gestiegen sind. Es zeigt, dass wir mehr als verbale Bekenntnisse im Kampf gegen den Antisemitismus benötigen“, reagiert Uschi Lichtenegger, Bezirksvorsteherin der Leopoldstadt, auf den heute von der IKG veröffentlichten Antisemitismusbericht 2019.

Mit 550 erfassten antisemitischen Vorfällen hat sich die Anzahl in den letzten sechs Jahren mehr als verdoppelt, wobei klar ist, dass die Dunkelziffer noch viel höher ist. „Wir wissen, dass sich eine Reihe von Vorfällen, darunter auch physische Gewaltausübung, in der Leopoldstadt ereignet haben. Als Bezirksvorsteherin sehe ich es daher als Teil meiner Aufgabe, der bei uns lebenden jüdischen Community nicht nur meine uneingeschränkte Solidarität auszudrücken, sondern künftig auch noch mehr Augenmerk auf mögliche Präventions- und Sensibilisierungsmaßnahmen zu legen.“

Lichtenegger hofft, dass die im Programm festgeschriebenen ambitionierten Vorhaben der Bundesregierung, um Antisemitismus einzudämmen, bald zur Umsetzung gelangen. Sie betont aber zugleich, dass es Opfern und Personen, die antisemitische Übergriffe beobachten, jederzeit möglich ist, sich auch an die Bezirksvorstehung zu wenden. „Wir werden jedem Fall nachgehen und bei Bedarf zur Anzeige bringen“, verspricht Lichtenegger.

Gleichzeitig ersucht sie die Bewohner und Bewohnerinnen der Leopoldstadt, sich am Kampf gegen Antisemitismus aktiv zu beteiligen, was in der Aufklärung im Sinne eines demokratischen, die Würde jedes einzelnen Menschen achtenden Miteinanders möglich ist bis zum Einschreiten bei Beobachtung von Übergriffen. „Wir wollen und müssen beweisen, dass wir aus unserer verheerenden Geschichte gelernt haben, indem wir gegenüber dem Antisemitismus jeden Tag aufs Neue klare Kante zeigen“, resümiert Lichtenegger.

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