
Abdullah-Zentrum verlässt Östererich
KURIER: Das umstrittene Dialogzentrum zieht nach Genf
Wien (OTS) – Das von Beginn an höchst umstrittene König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen Dialog verlässt nach einem Jahrzehnt Österreich. Ein Beschluss dazu erfolgte im Zentrum selbst vor ein paar Tagen. Die Einrichtung, die von Saudi-Arabien finanziert wird und als Träger außerdem Österreich und Spanien hat (Vatikan mit Beobachterstatus), zieht nach Genf. Die Zahl der Mitgliedstaaten wird voraussichtlich erweitert. In die Kritik geriet die Einrichtung, die in einem noblen Palais an der Wiener Ringstraße residierte, vor allem wegen seines Geldgebers und der Menschenrechts-Zustände in Saudi-Arabien und wegen fehlender Stellungnahmen, etwa zum Islamismus. Vor allem die Grünen schossen sich über die Jahre auf das Zentrum ein, im Sommer 2019 wurde im Parlament per Entschließungsantrag im freien Spiel der Kräfte (minus der Stimmen der ÖVP) ein Ausstieg Österreichs aus dem KAICIID beschlossen, der nach den Neuwahlen hinfällig war.
KURIER-Chefredaktion
Leopold-Ungar-Platz 1
1190 Wien
chefredaktion@kurier.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender