
SPÖ-Silvan an AUVA-Verantwortliche: „Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten rascher anerkennen“
Von ÖVP initiierte Senkung der Arbeitgeberbeiträge wirkt sich bereits negativ auf das Wohl der Versicherten aus
Wien (OTS/SK) – SPÖ-Abgeordneter Rudolf Silvan fordert die Verantwortlichen in der AUVA auf, dafür zu sorgen, dass Arbeitsunfälle wieder rasch und unbürokratisch anerkannt werden. Besonderen Aufholbedarf sieht Silvan im Bereich der Berufskrankheiten. Hier muss die Zusammenarbeit mit den Ärzten im niedergelassenen Bereich intensiviert werden. „Es ist Aufgabe der AUVA, diese Ärzte besser über anerkannte Berufskrankheiten zu informieren, sonst fallen künftig mehr und mehr Menschen um die ihnen zustehende Behandlung oder Rentenleistung um“, so Silvan. ****
Silvan war selbst lange Jahre Leiter der AUVA-Landesstelle Wien, NÖ und Burgenland. Er vermutet, dass hinter den harten Sparmaßnahmen, die in der AUVA derzeit ohne Rücksicht auf Verluste durchgezogen werden, ein enormer Spardruck steht. Dieser wurde der AUVA durch die von der Regierung Kurz I initiierte Senkung der Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung auferlegt. Denn dadurch fehlen der AUVA über 100 Millionen Euro pro Jahr. „Von der Beitragssenkung profitieren vor allem ÖVP-Großspender, der kleine Tischler hat davon fast nichts. Die Leidtragenden dieser ÖVP-Klientelpolitik sind aber die Versicherten und Bediensteten“, kritisiert der SPÖ-Abgeordnete.
Auffallend ist, dass Verfahren in letzter Zeit länger dauern und Beschwerden bei AK und ÖGB steigen. Der Abgeordnete will diese negativen Auswirkungen nicht hinnehmen. Silvan fordert: „Die Verantwortlichen müssen sich jetzt auf die Beine stellen und dafür sorgen, dass die AUVA wieder den alten, erfolgreichen Kurs zum Wohle der ArbeitnehmerInnen und UnternehmerInnen einschlägt.“ Andernfalls würden weitere Leistungseinbußen und ein gravierender Rückschritt im österreichischen Gesundheitssystem drohen. Für Aufsehen sorgte zuletzt zum Beispiel der Fall einer Krankenschwester, die von einem Frischoperierten schwer verletzt wurde. Die AUVA weigerte sich, den Vorfall als Arbeitsunfall anzuerkennen, ein langwieriger Prozess war die Folge. (Schluss) bj/sl
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