Schulschließungen: Hammerschmid fordert 1 Mrd. Euro für Corona-Schulpaket für den Herbst

„Corona ist nicht vorbei“ – SPÖ-Antrag im Unterrichtsausschuss

Wien (OTS/SK) – SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid fordert erneut eine zusätzliche Milliarde für die Bildung, um daraus ein Corona-Schulpaket zu schnüren. Einen entsprechenden Antrag stellt die SPÖ heute im Unterrichtsausschuss. „Wir sehen doch an den aktuellen Schulschließungen in Oberösterreich, dass Corona nicht vorbei ist. Und es ist nicht absehbar, was im Herbst auf uns zukommt. Wir brauchen deshalb drei Dinge: Planung für die Schulen, falls es im Herbst zu einer zweiten Welle kommt, zusätzliches Geld, um Distance learning, falls es notwendig sein sollte, besser zu bewältigen und eine treffsichere Teststrategie, falls Fälle auftauchen“, fordert Hammerschmid. Kritik übt sie an Bildungsminister Faßmann, „der trotz der unsicheren Prognosen für den Herbst keine Vorsorge trifft“. ****

„Die LehrerInnen, Eltern und SchülerInnen sind angesichts der aktuellen Schulschließungen in Oberösterreich zutiefst verunsichert. Wie geht es im Herbst bei Schulbeginn weiter? Müssen wir wieder mit geschlossenen Schulen und Home schooling rechnen?“, so Hammerschmid. Dies sollte jedenfalls nur das allerletzte Mittel sein. „Sind die aktuellen Schulschließungen in Oberösterreich wirklich evidenzbasiert?“, so Hammerschmid.

„Die Schulen brauchen jedenfalls pädagogische, sozialarbeiterische und Infrastruktur-Unterstützung, um kommende Herausforderungen zu bewältigen. Doch was macht Faßmann? Er legt einen Digitalisierungsplan vor, der 2021 an ausgewählten Schulen beginnt und erst 2024 abgeschlossen sein wird – das ist zutiefst fahrlässig!“

Die SPÖ hat deshalb schon vor Wochen eine zusätzliche Bildungsmilliarde gefordert, um im Corona-Schuljahr besser gerüstet zu sein. Daraus sollen u.a. 100 zusätzliche Schulpsychologlnnen und SchulsozialarbeiterInnen sowie kostenlose Tablets bzw. Laptops für alle Schülerinnen und die Umsetzung eines umfassenden Digitalisierungsplans finanziert werden. Außerdem Gratis-Ferienbetreuung, Nachhilfe im Sommer und zusätzlicher Förderunterricht während des Schuljahrs.

Sehr unzufrieden ist Hammerschmid auch mit dem Konzept der Summer Schools, wie es jetzt umgesetzt wird. „Es zielt hauptsächlich auf SchülerInnen mit Deutsch-Problemen ab, so als wären diese die einzigen, die nach dem Home schooling Aufholbedarf hätten. Dass etwa Mathe – das Nachhilfefach Nr. 1 – nicht angeboten wird, ist ein schwerer Fehler.“ Faßmann hätte sich ein Beispiel an den Summer City Camps in Wien nehmen sollen, die gut geplant und durchdacht sind und für Deutsch, Mathematik und Englisch angeboten werden. (Schluss) bj/ah

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