
NEOS zu „Frauen-Arbeitslosigkeit“: Trauriges Ergebnis einer konservativen Frauenpolitik
Henrike Brandstötter: „Die zweite Welle heißt Arbeitslosigkeit – und die ist vor allem weiblich.“
Wien (OTS) – „Frauen sind die Verlierer der Krise, aufgerieben zwischen systemerhaltenden Jobs und Home-Schooling, jetzt auch noch am härtesten von Arbeitslosigkeit betroffen“, sagt NEOS-Frauensprecherin Henrike Brandstötter in einer ersten Reaktion auf die neusten Zahlen zur „Corona-Arbeitslosigkeit“, die zeigen, dass der Anstieg der Arbeitslosigkeit zu 85 Prozent Frauen betrifft. „Ihrem konservativen, verstaubten Frauen- und Familienbild geschuldet, hat die Regierung während der Krise das Leben von Frauen ins Private verschoben – weg vom Job, hin zu Kindern und Haushalt. Die Selbstbestimmung blieb auf der Strecke, mit dem Ergebnis, dass die Wirtschaftskrise 54.702 arbeitslose Frauen und 9.444 arbeitslose Männer ausgespuckt hat. Die zweite Welle heißt Arbeitslosigkeit – und die ist vor allem weiblich.“
Die notwendigen Schritte müssten schleunigst gesetzt werden, damit Frauen wieder so rasch wie möglich in Beschäftigung kommen können. „Neben den zu jeder Zeit wichtigen Maßnahmen, wie etwa weniger beziehungsweise kürzere Teilzeitarbeit, bessere Kinderbetreuung, das Schließen des Gender-Pay-Gap, müssen wir nun einen feministischen Recovery-Plan in die Wege leiten. Wir müssen Frauen ins Zentrum unserer Überlegungen stellen. Krisenbewältigung darf nicht allein männlich sein“, so die NEOS-Frauensprecherin. „Anstatt zum alten Normalzustand zurückzukehren, müssen wir Strukturen aufbauen, die Geschlechtergerechtigkeit liefern können. Dazu gehören flexiblere Arbeitszeiten, mehr Väterbeteiligung durch individuelle Ansprüche auf Karenz- und Kinderbetreuungsgelder und endlich auch ein automatisches Pensionssplitting.“
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