
NEOS: Jede_r Patient_in muss gleich viel wert sein
Gerald Loacker: „Es ist Zeit, die Angstpolitik zu beenden und den Menschen zu zeigen, dass unser Gesundheitssystem der Coronakrise gewachsen ist.“
Wien (OTS) – Eindringliche Worte richtet NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker an Gesundheitsminister Rudolf Anschober, nachdem dieser die Auswirkungen der Coronakrise auf das Gesundheitssystem, konkret auf Spitalsbehandlungen und Diagnostik, präsentiert hat. „An den gesunkenen Behandlungszahlen sieht man ganz deutlich, was die Angstpolitik der Bundesregierung bewirkt hat. Es ist schockierend, wenn man sich vorstellt, dass Krebspatientinnen und -patienten vor Angst und schlechtem Gewissen nicht mehr zu ihren überlebensnotwendigen Behandlungen gegangen sind.“ Man habe, so Loacker, mit jener Politik die Balance auch innerhalb des Gesundheitsbereichs völlig aus den Augen verloren und Patient_innen unterschiedlich bewertet.
„Jede und jeder verdient die beste Behandlung. Es ist Zeit, die Angstpolitik zu beenden und den Menschen zu zeigen, dass unser Gesundheitssystem der Coronakrise gewachsen ist“, fordert der NEOS-Gesundheitssprecher. Das Virus würde Österreich und die Welt noch lange begleiten. Daher müsse die Bundesregierung, allen voran der Gesundheitsminister, einen Modus finden, wie man COVID-19-Patient_innen behandeln könne, ohne andere Patient_innen zu vernachlässigen. Die Ankündigung, bis Jahresende zu evaluieren und damit zuzuwarten, ist für Loacker jedenfalls völlig unzureichend und eine „Gefahr für die gesundheitlichen Notwendigkeiten zehntausender Österreicherinnen und Österreicher.“
„Blame-Game“ rasch einstellen
Darüber hinaus kritisiert Gerald Loacker die „immer offeneren Schuldzuweisungen“ des Gesundheitsministers an die Adresse junger Menschen. „Die größte Bedrohung stellen nicht die Jungen dar, die auf Urlaub im Ausland waren. Den größten Schaden hat die Regierung angerichtet, indem sie den Menschen dermaßen viel Angst eingejagt hat, dass diese sich nicht mehr zum Arzt getraut haben und damit ein großes Risiko eingehen mussten. Nicht einmal Anschober selbst behauptet aktuell noch, das Spitalswesen käme an seine Kapazitätsgrenzen – warum also diese aufgebrachte Standpauke?“ Junge Menschen, so Loacker, hätten in den vergangenen Monaten eine immense Kraftanstrengung für den Schutz der älteren Generation betrieben – seien besonders betroffen durch die wirtschaftlichen Folgen und die hohe Arbeitslosigkeit. „Und dennoch wird ihnen Rücksichtslosigkeit pauschal vorgeworfen. Das ist nicht okay!“
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