
„Adler – Überflieger mit Superkräften“: Außergewöhnliches „Universum“-Porträt eines außergewöhnlichen Raubvogels
Am 8. September um 20.15 Uhr in ORF 2
Wien (OTS) – Sie sind mächtige Jäger der Lüfte: Majestätisch, atemberaubend und todbringend zugleich. Seit Jahrhunderten faszinieren sie die Menschheit und gelten als ein Symbol für Macht und Kraft. Von hohen Berggipfeln bis hinab ins tiefe Flusstal eilt ihnen der Ruf des ultimativen Raubvogels voraus. Doch was steckt tatsächlich hinter den scheinbar übernatürlichen Fähigkeiten? Dieser Frage geht Regisseur Simon Baxter in der neuen „Universum“-Dokumentation „Adler – Überflieger mit Superkräften“ am Dienstag, dem 8. September 2020, um 20.15 Uhr in ORF 2 auf die Spur.
Im Bundesstaat Iowa im Mittleren Westen der USA kümmert sich ein Weißkopfseeadlerpärchen aufopfernd um den Nachwuchs. Sie trotzen den extremsten Wetterbedingungen und Umwelteinflüssen, bis eine unvorhergesehene Entwicklung alles verändert: Die dramatische Geschichte zweier Jungvögel zeigt, welchen Herausforderungen sie sich in ihrem ersten Lebensjahr stellen müssen und was es braucht, bis sie die Fähigkeiten ihrer Eltern erlernt haben. Neben Weißkopfseeadlern gibt es weltweit noch mehr als 70 weitere Adler-Arten. In ihrem Aussehen können sie ein unterschiedliches Auftreten haben, sodass manche Art nicht auf den ersten Blick als Adler identifiziert werden kann. Aber es gibt auch Merkmale, die sie alle gemeinsam haben: etwa ihre gewaltigen Fänge sowie die außergewöhnlichen Augen. Damit sind sie perfekt an ihren jeweiligen Lebensraum angepasst. Der Steinadler ist der Größte Vertreter seiner Art. Mit einer Flügelspannweite von mehr als zwei Metern und seiner Seeschärfe ist er ein gefürchteter Jäger. Sein Jagdgebiet erstreckt sich meist in offenen und halboffenen Landschaften. Steinadler sind wahre Meister darin, thermische Winde perfekt auszunutzen. Haben sie ihre Beute, zu denen kleinere Wirbeltiere, aber auch junge Gämsen zählen, einmal ausgemacht, gleiten sie im bodennahen Flug lautlos an diese heran. Aus dem Flug packen sie ihre Beute mit den Fängen, aus denen es kein Entkommen mehr gibt. Ein Fehler bei solch einem Manöver kann für den Adler fatale Folgen haben. Doch wie schaffen es diese außergewöhnlichen Raubvögel ihre Beutetiere zu erlegen, die ihr eigenes Körpergewicht um ein Vielfaches übersteigen?
Die ungewöhnliche Freundschaft zwischen dem britischen Vogelexperten Lloyd Buck und seinem Steinadlerweibchen „Tilly“ ermöglicht es, diesen Fragen genauer auf den Grund zu gehen. „Es gibt so vieles, was wir über Adler nicht wissen“, sagt Buck. Tilly verhält sich wie ein wilder Adler und fühlt sich in der Nähe von wissenschaftlichen Geräten und Kameras trotzdem wohl. Ausgestattet mit modernster Technik stellt Lloyd Tillys unterschiedliche Fähigkeiten in mehreren aufwendigen Experimenten auf die Probe. Ohne Probleme lässt sich der Vogel eine 360-Grad-Kamera auf den Rücken montieren und liefert bei einem Flugexperiment Bilder in noch nie dagewesener Form. Das Jagdverhalten hingegen wird mit Hilfe eines etwas ungewöhnlichen Helfers auf die Probe gestellt: „Robo-Hare“ ist ein Roboter, der speziell dafür entwickelt wurde, mit seinem täuschend echt wirkenden Fell und dem Highspeed-Motor selbst in schwierigem Gelände das Verhalten eines echten Hasen zu imitieren. Zusätzlich ist auch er mit einer 360-Grad-Kamera ausgestattet und so kann jeder Moment der Attacke festgehalten werden. „Ich bin so stolz auf Tilly“, sagt der Ornithologe Buck, „denn auf ihre eigene Art hat sie viel mehr Wissen und Verständnis in die Welt der Adler gebracht.“
Die BBC-Produktion ist ein außergewöhnliches Porträt eines außergewöhnlichen Raubvogels. Hautnah und mit Hilfe modernster Kameratechnik zeigt Regisseur Simon Baxter, warum die Menschheit von diesem Raubvogel seit jeher begeistert ist und ihn als „König der Lüfte“ bezeichnet.
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