
Probleme mit der Prostata – vorbeugen und behandeln
Vielen Männern ist die Prostata weitgehend unbekannt, obwohl sie maßgeblich für die Fruchtbarkeit und die Ejakulation ist. Häufig erfährt sie erst dann Beachtung, wenn sie Probleme macht. Und das passiert gar nicht so selten: Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass jeder Mann mindestens einmal im Leben einen Arzt wegen Prostatabeschwerden aufsucht, und die Wahrscheinlichkeit für diese steigt mit dem Alter. Glücklicherweise können Männer viel dafür tun, damit dieses für sie so wichtige Organ möglichst lange gesund bleibt.
Die Prostata ist maßgeblich an der Produktion der Samenflüssigkeit beteiligt. Beschwerden äußern sich vor allem in Schmerzen im Unterleib, auch Erektionsstörungen können auftreten. Im Alter entwickelt sich bei vielen Männern eine gutartige Vergrößerung des kastaniengroßen Organs, das dann auf die darunterliegende Blase drückt. Die Folgen können Schwierigkeiten beim Wasserlassen und das sogenannte Nachtröpfeln – eine Form der Inkontinenz – sein. Obwohl eine Prostatavergrößerung in den meisten Fällen harmlos ist, sollte sie unbedingt ärztlich abgeklärt werden, da auch Prostatakrebs dahinterstecken könnte. Männern wird deshalb empfohlen, ab dem 45. Lebensjahr regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen. Diese gilt gemeinhin als wenig angenehm, ist in der Regel aber wesentlich weniger schlimm, als gedacht.
Damit die Prostata gesund bleibt, ist körperliche Betätigung wichtig. Ein wenig aktiver Lebensstil und vor allem häufiges und langes Sitzen können langfristig zu Blutstau in der Prostata führen. Versuchen Sie daher, Ihr Normalgewicht zu halten und machen Sie regelmäßig Kraft- und Ausdauertraining. Auch der männliche Beckenboden kann mit Übungen, die die meisten aus der Schwangerschaftsgymnastik kennen, effektiv trainiert und gestärkt werden. Laut einer US-amerikanischen Studie soll auch regelmäßiges Ejakulieren Prostatakrebs vorbeugen. Das Ejakulat spült die Prostata praktisch frei.
Eine ausgewogene Ernährung tut Ihrem ganzen Körper und damit auch der Prostata gut. Essen Sie zum Beispiel ausreichend gesunde Ballaststoffe, indem Sie regelmäßig Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte auf Ihren Speiseplan setzen. Wichtig sind auch ungesättigte Omega-3- und Omega-6 Fettsäuren, die vor allem in Fisch enthalten sind, in etwa Lachs und Forelle. Außerdem können Phytoöstrogene – also pflanzliche Östrogene – einer gutartigen Prostatavergrößerung vorbeugen. Sie hemmen nämlich das Stoffwechselprodukt des Geschlechtshormons Testosteron, das die Vergrößerung verursacht. Experten vermuten auch, dass Phytoöstrogene sogar das Wachstum von Krebszellen verlangsamen können. Phytoöstrogene sind in nennenswerter Konzentration in Karotten, Zitronen, Knoblauch und Zwiebeln enthalten. Wer Prostatabeschwerden vorbeugen möchte, sollte tierische Fette eher meiden, nicht rauchen und wenig Alkohol trinken – die beiden Letztgenannten werden mit der Entstehung von Prostatakrebs in Verbindung gebracht. Eine Ausnahme stellt Rotwein dar: In Maßen genossen, soll er sogar einen leicht schützenden Effekt auf die Prostata haben.

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