
VP-Fürlinger: Haben führende SPÖ-Funktionäre das Ibiza-Video angeboten bekommen und versucht, es zu kaufen?
Anhaltspunkte im U-Ausschuss erhärten den Verdacht, dass Ibiza-Video gekauft werden sollte
Wien (OTS) – „Je tiefer wir uns in die Akten des Ibiza-U-Ausschusses hineinarbeiten, desto dubioser wird der Weg des Ibiza-Videos, den es vor der Veröffentlichung zurückgelegt hat“, erklärt Klaus Fürlinger, ÖVP-Fraktionsmitglied im Ibiza-U-Ausschuss.
„Die Presse“ berichtet heute davon, dass das Videomaterial dem Ex-SPÖ-Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda zum Kauf angeboten wurde. „Wir fragen uns angesichts des aktuellen Berichtes, wieso es gerade ihm angeboten wurde. Bisher wussten wir vor allem davon, dass ein kleines Netzwerk rund um führende Köpfe der ‚Sektion ohne Namen‘ mit Anwalt M. in Kontakt stand. Dort wurde offenbar auch eine Spendensammlung überlegt, um das Video ankaufen zu können. Wenn die SPÖ bereits so früh von der Existenz des Videos gewusst hat, wirft das die Frage auf, warum diese das kriminelle Vorgehen nicht zur Anzeige gebracht hat und stattdessen jahrelange darüber geschwiegen hat“, so Fürlinger.
Es würden immer mehr personelle Verflechtungen zwischen der neuen Generation der SPÖ, dem Anwalt M., dem langjährigen Dirty-Campaigner der SPÖ und auch möglichen Geldgebern im Hintergrund auftauchen. Dieses eigenartige Netzwerk müsse aufgedeckt werden, betont Fürlinger. „Auch wenn es gerade der SPÖ sehr recht wäre, wenn wir uns im U-Ausschuss nur noch mit uns selbst beschäftigen, sollte schon allen klar sein, dass es weiterhin um den Ibiza-Skandal geht und damit auch um die Frage, wer aus welchen Motiven dieses Video erdachte, finanzierte, produzierte und dann verteilte.“ (Schluss)
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