Massive Kostenunterschiede beim Girokonto

Graz (OTS) – Passend zum Thema (Kosten-)Sparen rund um den Weltspartag hat die AK-Marktforschung unter anderem die Kosten von 14 Girokonten verglichen. Ergebnis: Die Kosten betragen zwischen 0 bis 160,26 Euro.

Erhoben wurden die jährlichen Kosten bei 160, 280 und 400 Buchungen pro Jahr und, ob eine Kreditkarte inbegriffen ist oder nicht. Wenn man von Jugend- und Studentenkonten absieht, zahlt man für 160 und 280 Buchungen im Jahr von 0 Euro (DADAT Bank) bis 132,88 Euro bzw. 137,28 Euro (Steiermärkische). Die Preise der Konten für 400 Buchungen liegen zwischen 5,70 Euro (DADAT Bank) und 160,26 Euro (Raiffeisen-Landesbank Steiermark Graz-Konto). Auch bei ein und derselben Bank können die Gebühren stark differieren. Bei der SPARDA-Bank wurden fünf Kontomodelle verglichen: Für 160 Buchungen bezahlt man zwischen 56,52 und 133,44 Euro. Generell sind Onlinebanken billiger als Filialbanken. In den Filialbanken kann man sich dafür aber persönlich an die Mitarbeiter wenden. AK-Marktforscher Josef Kaufmann: „Das richtige Konto kann man nur anhand der Analyse des eigenen Zahlungsverhaltens und der eigenen Bedürfnisse suchen.“

Die Überziehung von Konten ist teuer

Gerade, wenn die Überziehung von Konten laufend oder für längere Zeit passiert, sollte man an eine Umschuldung denken. Daher hat die AK-Marktforschung auch die Kosten für Kredite (über 10.000 Euro auf fünf Jahre) erhoben: Die effektiven Zinsen (alle Kosten und Gebühren enthalten) liegen zwischen 3,5 und 7,38 Prozent und sind somit niedriger als die Überziehungszinsen.

AK-Forderungen: Bessere Information und Zinsdeckel andenken

Da jede und jeder tatsächlichen Zugang zu einem Konto braucht, sollten die Banken laut Kaufmann über das Basiskonto auf ihren Websites informieren. Außerdem sollte der einmal gewährte Überziehungsrahmen nicht von heute auf morgen entzogen werden können. Analog zum Verbraucherkreditgesetz sollte eine sechswöchige Frist eingehalten werden müssen. Wer dauerhaft seinen Kontorahmen deutlich überzieht, muss von der Bank laut Zahlungsdienstegesetz über einen passenden Ratenkredit informiert werden. Kaufmann: „Es müsste der Kredit aber auch gewährt werden.“ Zudem fordert die AK, die Sollzinsen angesichts des derzeit niedrigen Zinsniveaus zu reduzieren – einen Zinsdeckel anzudenken.

Die Studie finden Sie unter [www.akstmk.at/presse] (http://www.akstmk.at/presse)

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