Anschober: Ergebnisse der Vollsequenzierungen bestätigen B.1.1.7-Verdacht bei Großteil der geprüften Fälle

Aus den zuletzt sequenzierten 53 Verdachtsfällen wurden in 46 Fällen die UK Varianten per Ganzgenomsequenzierung bestätigt. Aus den zuletzt sequenzierten 53 Verdachtsfällen wurden in 46 Fällen die UK Varianten per Ganzgenomsequenzierung bestätigt.

Wien (OTS) – Gesundheitsminister Rudi Anschober: „Die aktuell bestätigten Fälle von B117 in Österreich zeigen, dass – wie in ganz Europa – die hoch ansteckende Virus-Variante auch bei uns angekommen ist. Umso wichtiger ist, dass wir die Suche nach der Virus-Mutation weiter massiv ausbauen, dass wir uns alle gemeinsam an die neuen Abstandsregeln halten, konsequent und – wann immer möglich – FFP2 Maske tragen und die Hygiene – Maßnahmen einhalten. Die neue Virus-Variante B.1.1.7 stellt uns ein weiteres Mal in dieser größten Pandemie vor große Herausforderungen, die wir nur gemeinsam bewältigen können! Daher war die gestrige Verlängerung des Lockdowns unausweichlich. Jetzt müssen wir wieder verstärkt aufeinander Achtgeben und die kommenden Wochen durchalten.“

Es ist üblich, dass sich die Erbinformation eines Virus im Laufe der Zeit durch Mutationen weiterentwickelt. Im konkreten Fall der Sars-Cov-2-Viren wird beobachtet, ob sich durch die Mutation in der Eigenart des Virus etwas verändert (z.B höhere Infektiosität, schwerere Verläufe etc.).

Seit April werden in Österreich Sequenzierungen durchgeführt, um derartige Veränderungen festzustellen. Vollsequenzierungen sind eine sehr aufwändige Methode. Nach dem Wissenschaftsbericht zu B.1.1.7 am 21. Dezember hat Österreich die Sequenzierungen massiv verstärkt. Ende Dezember konnten definitiv bei fünf Fällen festgestellt werden, dass 4-mal die britische Variante und einmal die südafrikanische Variante in Österreich vorliegt. Insgesamt wurden bisher über 1.900 Vollsequenzierungen durchgeführt.

Seit Anfang Jänner wird flächendeckend in Österreich ausgerollt, dass in den Laboren Vorscreenings aller SARS-Cov2 positiven PCR-Proben durch sogenannte spezifische PCR Tests durchgeführt werden. Durch diese Methode konnten vergangene Woche bereits fast 150 Verdachtsfälle identifiziert werden. Vergangene Woche wurden Vollsequenzierungen gestartet, um Verdachtsfälle auf die britische oder südafrikanische Variante zu bestätigen. Beide beinhalten die Virus-Mutation N501y, die durch die spezifische PCR Testung festgestellt werden kann.

* Die sequenzierten Proben der Tiroler Fälle (Jochberg) und aus
einem Wiener Pflege- und Altenheim sind auf B.1.1.7 (englische Variante) bestätigt.

* Zwei weitere Verdachtsfälle aus Salzburg sind auch auf B.1.1.7 bestätigt.

* Die Verdachtsfälle aus Hermagor in Kärnten sind keine der neuen Varianten.

* Keine weiteren Hinweise auf die südafrikanische Variante.

* Die PCR-Vortestungen (N501Y PCR) scheinen eine sehr gute Aussagekraft für die Erkennung der neuen Varianten zu haben. Diese werden nun bundesweit ausgerollt. In den vergangenen Tagen wurden 776 positive PCR-Proben von Ages voruntersucht.

Aus den aktuell sequenzierten 53 Verdachtsfällen wurden in 46 Fällen die UK Varianten per Ganzgenomsequenzierung bestätigt. Die Resultate basieren auf einer etablierten Ganzgenomsequenzierung, die vom CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften etabliert und im Dezember publiziert wurde (Popa A et al. Science Translational Medicine 2020).

Bei den Abwasseruntersuchungen liegen derzeit konkrete Nachweise von B.1.1.7 im Bundesland Salzburg vor (siehe APA 0383 2021-01-18/17:00). Das endgültige Ergebnis der Vollsequenzierung für die Wiener Kläranlage liegt noch nicht vor.

Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
Margit Draxl
Pressesprecherin
+43 1 711 00-862477
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