SP-Drobits: „Friss oder stirb“ – KonsumentInnen durch Mobilfunker ausgeknockt!

Jüngste Preiserhöhungen der Mobilfunker laut Drobits empathielos – Einfrieren von Preiserhöhungen während der Pandemie notwendig

Wien (OTS/SK) – „Für die Corona-gebeutelten KonsumentInnen heißt es wieder einmal: Friss oder stirb!“, sagt SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Christian Drobits. „Mit den jüngsten Preiserhöhungen haben die Mobilfunker erneut aufgezeigt, dass eine Änderung des Telekommunikationsgesetzes im Sinne der KonsumentInnen dringend notwendig ist. Einseitige Vertragsänderungen ohne Einverständnis der KonsumentInnen dürfen in Zukunft nicht mehr möglich sein. Während der Pandemie weitere finanzielle Belastungen für die Menschen zu schaffen ist empathielos. Ich fordere daher das Einfrieren von Erhöhungen der Telefon- und Internetkosten während der Pandemie!“ ****

Weiters müssen KonsumentInnen vor einseitigen Vertragsänderungen durch ein Schlupfloch im Telekommunikationsgesetz geschützt werden. „Pandemiebedingt sind rund eine Million Menschen arbeitslos oder in Kurzarbeit; das bedeutet deutlich weniger Haushaltseinkommen. Nun laufen Miet- und Kreditstundungen aus, eine weitere Kostenlawine rollt auf die Menschen ab April durch die Anhebung der Mieten zu. Und zu guter Letzt erhöhen alle drei Mobilfunker ab 1. März unisono ihre Preise. Grundgebühr und Servicepauschale werden teurer und manche Bestandskunden mit bisher recht günstigen Tarifen erwarten Preissteigerungen von bis zu 70 Prozent! Angesichts der Tatsache, dass aktuell immer mehr Menschen mit immer weniger Geld auskommen müssen, ist der Zeitpunkt der Preiserhöhung der Mobilfunker geradezu unverantwortlich gewählt“, ärgert sich Drobits. In Zeiten einer Pandemie könne man mit Fug und Recht höheres Verantwortungsbewusstsein erwarten.

Kontaktvermeidung ist derzeit zur Bekämpfung der Pandemie notwendig. Die Menschen versuchen es – und damit ist mobile Kommunikation im Homeoffice, beim Distance Learning und bei Videokonferenzen zu einem digitalen Grundbedürfnis geworden. „Natürlich hat sich das Verhalten der NutzerInnen dadurch verändert, und natürlich ist der Datenverbrauch explodiert. Aber nun den KonsumentInnen die Rechnung dafür zu präsentieren, ist absolut inakzeptabel“, kritisiert Drobits.

Den KundInnen bleibe bei dieser Preiserhöhung mangels Alternativen keine Wahl für einen Ausstieg oder Wechsel, so Drobits: „Ich weiß, dass die Bundeswettbewerbsbehörde diesen Markt sehr genau auf mögliche Preisabsprachen untersucht. Ich erwarte mir, dass die Bundesregierung hier ein scharfes Auge auf die geplanten Preiserhöhungen wirft, die ‚zufällig‘ wieder einmal synchron von allen drei großen Anbietern A1, Drei und Magenta vorgenommen werden.“

„Ich fordere: Stopp für die Preiserhöhungen der Mobilfunker in der Pandemie und ein klares Ja zu einer gesetzlichen Absicherung im Telekommunikationsgesetz – gerade in Krisenzeiten brauchen die Menschen Sicherheit“, so Drobits abschließend. (Schluss) sc

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