AK: Die Notvergabe für ÖBB und Westbahn AG auf Weststrecke muss verlängert werden

Gutes Bahnangebot ist als Teil der Daseinsvorsorge wichtig für PendlerInnen

Wien (OTS) – Am kommenden Sonntag läuft die Notvergabe für die ÖBB und Westbahn AG auf der Weststrecke aus. Die AK fordert, dass die Notvergabe bis zum Ende des Jahres verlängert wird. „Als Teil der Daseinsvorsorge muss der Bahnverkehr im gewohnten Umfang aufrechterhalten bleiben.“, so Heinz Högelsberger, Verkehrsexperte der AK Wien.

Geringes Ansteckungsrisiko in der Bahn
Corona hat die Fahrgewohnheiten der Menschen in die falsche Richtung leicht verändert. Mehr Menschen fahren wieder verstärkt mit dem Auto. Das liegt auch daran, weil sich viele vor einer Ansteckung in den Öffis fürchten. Das Risiko Infektionsrisiko ist in Eisenbahnen aber denkbar gering. Das zeigen auch internationale Studien und Meta-Analysen. „Das wird viel zu selten thematisiert“, so Högelsberger.

Ruhe vor dem (Fahrgastan)-Sturm
Es wäre jetzt ein falsches Signal an die Menschen, die Notvergabe nicht zu verlängern. „Die coronabedingte Flaute im Passagieraufkommen muss als ‘Ruhe vor dem (Fahrgastan)-Sturm‘ gesehen werden“, sagt Högelsberger. Soll die Mobilitätswende Richtung Klimaschutz gelingen, muss gerade jetzt verstärkt in den Bahnausbau investiert werden. „Durch beschleunigten Infrastrukturausbau und dichtere Intervalle könnten so absehbare Kapazitätsengpässe angepasst werden.“ Zusätzlich würden so auch Jobs geschaffen werden. Die Nicht-Verlängerung der Notvergabe würde hingegen Arbeitsplätze gefährden.

Flexibles „Homeoffice-Ticket“ jetzt notwendig
Für Vielnutzer ist das Klimaticket die richtige Antwort, für viele PendlerInnen in Ostösterreich ein wichtiger erster Schritt. Högelsberger wünscht sich, dass der geplante Einführungszeitpunkt Juli 2021 auch eingehalten wird. Für Beschäftigte, die viel im Homeoffice arbeiten, braucht es aber neue flexible Ticketarten. „Das bisherige Kartenangebot reicht nicht, es braucht ein flexibles „Homeoffice-Ticket“, so Högelsberger.

In dem Zusammenhang ist es auch wichtig, die Öffi-Anbindung im ländlichen Raum deutlich und rasch zu verbessern. „Nur so lässt sich das Ziel einer „Mobilitätsgarantie“ – jenseits des eigenen Autos -erreichen“, appelliert Högelsberger.

Siniša Puktalović
AK Wien – Kommunikation
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