ÖGB-Reischl: „Die Langzeitarbeitslosigkeit ist explodiert. Wir brauchen konkrete Lösungen statt Ankündigungspolitik“

Menschen, die nur mehr die Notstandshilfe bekommen, wissen nicht mehr, wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollen

Wien (OTS) – „Wir sind seit eineinhalb Jahren in dieser Corona-Krise, die Langzeitarbeitslosigkeit hat sich mehr als verdoppelt und die Bundesregierung antwortet erneut nur mit einer Ankündigung“, sagt Ingrid Reischl, Leitende ÖGB-Sekretärin, zum vorgestellten Programm „Sprungbrett“, das erst im Sommer überhaupt starten soll. „Dass die Details jetzt erst ausgearbeitet werden, ist unglaublich. Was wir brauchen, sind konkrete Lösungen und keine Ankündigungspolitik“, so die Gewerkschafterin.

„Wir haben jetzt Mai – das heißt Langzeitarbeitslose müssen erneut zwei Monate warten, bis sie eine Perspektive haben. Diese Menschen sind bereits über ein Jahr auf Jobsuche und müssen mit knapp der Hälfte ihres vorherigen Einkommens auskommen“, betont Reischl einmal mehr. „Wer schon mal in dieser Situation war, weiß, das ist existenzbedrohend. Die Bundesregierung muss das Arbeitslosengeld endlich auf 70 Prozent Nettoersatzrate erhöhen!“

„Die Ansage der Bundesregierung ‘Wir retten Betriebe und sichern Jobs!’ gilt offenbar nicht für jene Arbeitslose, die keinen Job finden, weil sie in den Augen vieler Unternehmer zu alt sind”, so Reischl: „Für die haben wir kein Geld? Das kann es sicher nicht sein“.

Österreichischer Gewerkschaftsbund
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