
Chemieindustrie begrüßt neue EU-Industriestrategie
Branche braucht geeignete Rahmenbedingungen für Gelingen des Green Deal
Wien (OTS) – Der FCIO begrüßt die heute vorgestellte Aktualisierung der EU-Industriestrategie, bei der sich die Kommission zur Stärkung der europäischen Industrie bekennt. Die Entwicklung von Maßnahmen zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit globaler Lieferketten für wichtige Produktionsbereiche in Europa, wie Pharmawirkstoffe, Wasserstoff oder Batterien ist dabei ebenso von Bedeutung wie die Anerkennung der Schlüsselrolle der Industrie bei der Transformation hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft. „Es ist erfreulich, dass die Kommission in ihrer Strategie die Bedeutung unseres Sektors als wesentlich für die Zukunft der EU erkennt“, kommentiert Hubert Culik, Obmann des Fachverbands der Chemischen Industrie Österreichs, das Strategiepapier. „Die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig die chemische Industrie für ein starkes Europa ist. Innovationen der Branche und der Erhalt der lokalen, klimafreundlicheren Produktion werden maßgeblich dazu beitragen, Wohlstand und Arbeitsplätze zu erhalten und die Ziele des europäischen Green Deal zu erreichen“, so Culik weiter. Immerhin hängen 96 Prozent der Produktion in der EU von Vorprodukten der chemischen Industrie ab, insbesondere bei Green-Deal-Lösungen wie Solar- und Windenergie, E-Mobilität oder Gebäudeisolierungen.
Entscheidend für eine erfolgreiche Wandlung der europäischen Wirtschaft werden aber nicht nur positive Ankündigungen, sondern die die konkreten Maßnahmen zur Unterstützung sein, etwa im Bereich von Forschung und Entwicklung und insbesondere die Ausgestaltung der künftigen rechtlichen Rahmenbedingungen. „Im Gegensatz zu anderen Sektoren, die vor einem doppelten – „digitalen und grünen“ – Übergang stehen, muss unsere Branche eine vierfache Herausforderung bewältigen: Neben Klimaneutralität und Digitalisierung muss die chemische Industrie auch die Ziele der Kreislaufwirtschaft und die Umsetzung der Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit berücksichtigen. Nur wenn die zahlreichen Vorgaben ausgewogen und aufeinander abgestimmt sind, kann die chemische Industrie ihr Innovationspotential ausspielen und die notwendigen Green Deal Lösungen schaffen“, so Culik. Der FCIO wird sich deshalb intensiv und konstruktiv in die Diskussionen einbringen und Vorschläge für eine kohärente Ausgestaltung der einzelnen Strategien unterbreiten.
Über den FCIO:
Der Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO) ist die gesetzliche Interessenvertretung der chemischen Industrie in Österreich. Derzeit vertritt der Verband mehr als 230 Unternehmen aus der chemischen Industrie, welche neben der Kunststoff- und Pharmaindustrie auch die Produktion von organischen und anorganischen Chemikalien, industriell hergestellte Fasern und Lacken umfassen. Etwa 47.000 Beschäftigte in der chemischen Industrie haben 2020 Waren im Wert von über 15 Milliarden Euro hergestellt. Der FCIO setzt sich für einen ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltigen und attraktiven Chemiestandort Österreich mit einem forschungs- und technologiefreundlichen Umfeld ein, in dem die chemische Industrie mit ihrer Innovationskraft Lösungen für die zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen entwickeln und liefern kann. [www.fcio.at] (http://www.fcio.at/)
FCIO Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs
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