Winzig/Karas: „Neue EU-Industriestrategie jetzt konsequent umsetzen“
Wirtschaft muss wettbewerbsfähig, digital, klimafreundlich werden/ Winzig: Weniger Bürokratie, Fokus auf Innovation/ Karas: Binnenmarkt, Führungsrolle in grüner Technologie
Brüssel (OTS) – „Die Coronakrise hat sich verheerend auf viele Wirtschaftsbereiche in Europa ausgewirkt. Eine Anpassung der Industriestrategie war daher dringend notwendig. Jetzt werden wir zur konsequenten Umsetzung schreiten. Die neue Industriestrategie muss den Weg in eine wettbewerbsfähige, klimafreundliche und digitale Zukunft weisen. Ohne eine starke industrielle Basis für unsere Wirtschaft können wir auch den Green Deal nicht erfüllen“, sagen Angelika Winzig und Othmar Karas, die die ÖVP im Industrieausschuss des Europaparlaments vertreten.
„Unsere Unternehmen trifft die Corona-Krise besonders hart. Rund 60 Prozent sind von zum Teil empfindlichen Umsatzrückgängen betroffen. Jetzt muss die Kommission ihnen umfassend helfen und ihre Ankündigungen zu ihrer Unterstützung auch wirklich rasch umsetzen“, sagt Winzig, ÖVP-Delegationsleiterin im Europaparlament. „Wir dürfen Unternehmen nicht mit weiteren bürokratischen Bürden belasten. Wir brauchen einen entschiedenen Bürokratieabbau, damit wir Ressourcen für Innovationen und Wachstum freisetzen können. Denn die Pandemie hat uns auch gezeigt, dass jene Unternehmen, die bereits Digitalisierungsschritte gesetzt haben, in der Krise viel flexibler und vielfach erfolgreicher agieren konnten. Für alle anderen war die Krise ein Weckruf, denn die Zukunft gehört jenen Unternehmen, die sowohl die Digitalisierung als auch die Ökologisierung meistern. Dabei müssen wir sie nach Kräften unterstützen.“
Karas, Vizepräsident des Europaparlaments, ergänzt: „Wir brauchen erstens ein global wettbewerbsfähiges Europa, hier müssen wir zuerst beim Binnenmarkt ansetzen. Allein dessen vollständiger Ausbau birgt ein Potenzial von 1.000 Milliarden Euro zusätzlichem Wirtschaftswachstum pro Jahr. Im immer härteren globalen Wettbewerb brauchen wir mehr europäische Weltmarktführer. Wir brauchen zweitens ein grünes Europa, hier hat die Industrie bereits bewiesen, dass sie bei der Umstellung der Wirtschaft eine Führungsrolle übernehmen kann. Für die Umstellung auf klimaneutrale Technologien braucht es einen Schub von geschätzten 350 Milliarden Euro pro Jahr mehr an Investitionen. Dafür müssen wir unter anderem den Wiederaufbaufonds „Next Generation EU“ in den Dienst der wirtschaftlichen Transformation stellen.“
„Drittens brauchen wir ein digitales Europa. Wir müssen Forschung und Innovation intensivieren, zu unseren Mitbewerbern in Amerika, China und Japan aufschließen und sie nach Möglichkeit zu überholen. Im Sinne der technologischen Souveränität werden wir die Position der EU in wichtigen strategischen Wertschöpfungsketten wie Weltraum, Cybersicherheit, Künstliche Intelligenz und 5G stärken und nach dem Beispiel der Batterie weitere Industrie-Allianzen vorantreiben“, schließt Karas. (Schluss)
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