Neßler/Grüne zum Eltern-Kind-Pass: Neuer Name, Weiterentwicklung und bessere Gesundheitsvorsorge bis zum 18. Lebensjahr

Startschuss zur Reform des Mutter-Kind-Passes soll heute im Familienausschuss beschlossen werden

Wien (OTS) – „Sprache schafft Realitäten, und es ist längst an der Zeit, den Mutter-Kind-Pass in Eltern-Kind-Pass umzubenennen, denn die Gesundheit des Kindes ist die Verantwortung beider Elternteile und nicht nur der Mutter“, sagt die Familiensprecherin der Grünen, Barbara Neßler, zum Antrag betreffend die Weiterentwicklung des Mutter-Kind-Passes, der heute im Familienausschuss beschlossen werden soll. „Österreich hatte im Jahr 1974, als der Mutter-Kind-Pass eingeführt wurde, die höchste Säuglingssterblichkeit in ganz Westeuropa. Das Vorsorgeprogramm für Säuglinge und Kinder hat sich über Jahrzehnte bewährt, nun legen wir die Grundlage für die dringend nötige Weiterentwicklung und Ausweitung sowie eine Änderung der antiquierten Bezeichnung“, führt Neßler weiter aus.

Der vorliegende Entschließungsantrag stellt dabei laut Neßler den Startschuss für eine umfassende Reform dar: „Eltern und deren Kinder stehen vor immer neuen Herausforderungen, die auch über das fünfte Lebensjahr hinausgehen. Die psychosoziale Belastung nimmt nicht zuletzt aufgrund der COVID-Pandemie zu, gesunde Ernährung wird immer mehr zum Thema, und die Impfskepsis der Eltern steigt. Mit dem neuen Eltern-Kind-Pass verfolgen wir einen modernen, evidenzbasierten und bio-psycho-sozialen Ansatz, und mit der Ausweitung bis zum 18. Lebensjahr legen wir den Grundstein für die Gesundheit und Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen quer durch alle Bevölkerungsschichten.“ Neßler nennt auch schon konkrete Vorhaben:
„Wir werden standardisierte und qualitätsgesicherten Screenings zur psychischen Gesundheit und zur Ernährung implementieren, erweitern die Therapieoptionen und wollen bessere Informationen und Beratung über Impfungen liefern.“

„Beratung und Vorsorge sind das Um und Auf für einen gesunden Start ins Leben und eine gute Entwicklung. Mir ist es daher wichtig, dass wir die bestehenden Angebote ausbauen und an die veränderten Bedingungen anpassen, um so alle Kinder und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr gut begleiten zu können. Mit dem heutigen Beschluss gehen wir einen ersten wichtigen Schritt in diese Richtung“, meint Neßler abschließend.

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