ÖGB-Schumann: Auch immunisierte Schwangere brauchen Schutz

Statt der Freistellung für alle Schwangeren werden bedenkliche Änderungen durch die Hintertür eingeführt

Wien (OTS) – Die im Sozialausschuss beschlossene Verlängerung der Freistellung von Schwangeren in körpernahen Berufen bis Ende September birgt einige bedenkliche Aspekte. So gilt die aufgrund der Covid-19-Gefahr beschlossene Freistellung nicht mehr, sobald die betroffenen Schwangeren vollimmunisiert sind. Begründet wird das damit, dass eine Covid-19-Erkrankung deutlich milder verlaufe und Komplikationen oder sogar Todesfälle vermieden würden, wenn diese trotz Impfung auftreten sollten.

„Auch wenn immunisierte Schwangere einen milden Verlauf haben, wissen wir noch immer nicht, wie sich die Krankheit auf das Kind auswirkt. Diese Fälle sind zu wenig erforscht. Davon auszugehen, dass ohnehin alles gut sein wird, ist höchst bedenklich. Schwangere sind nicht für Experimente geeignet“, warnt Korinna Schumann, ÖGB-Vizepräsidentin und -Frauenvorsitzende.

Darüber hinaus wird mit dem Beschluss erstmals gesetzlich verankert, dass Dienstnehmerinnen dem Arbeitgeber ihren Impfstatus mitteilen müssen. Eine solche Regelung, wie jetzt erstmalig im Mutterschutzgesetz eingeführt, ist abzulehnen.

Die ÖGB-Frauen fordern, ungeachtet des Impfstatus, eine Verlängerung der Freistellung für Schwangere in körpernahen Berufen und eine Ausweitung der Freistellung auf alle Schwangeren. „Die Infektionszahlen gehen erfreulicherweise zurück, aber die Pandemie ist noch immer nicht vorbei“, erinnert Schumann.

Österreichischer Gewerkschaftsbund
Christine Esterbauer
Tel.: 0664 6145261

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