Teil 2 des „Universum“-Vierteilers „Wunder der Karibik“ präsentiert die unbekannten Seiten von Kuba und Hispaniola

„Die Eroberer der Karibik – Krokodile auf wilder Reise“ am 22. Juni um 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) – „Die Eroberer der Karibik – Krokodile auf wilder Reise“, der zweite Teil des „Universum“-Vierteilers „Wunder der Karibik“, nimmt das TV-Publikum am Dienstag, dem 22. Juni 2021, um 20.15 Uhr in ORF 2 mit auf eine Reise durch die Zeit. Eine Reise zu den unbekannten, überraschenden Seiten der tropischen Paradiese Kuba und Hispaniola. Sie sind die ältesten Inseln in der Karibik mit Salzseen, frostigen Dreitausendern, Karstgebirgen und Sümpfen. Diese Inseln entstanden, bevor sich die Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika schloss, bevor es die Karibik gab. Auf ihnen entwickelten sich eigene Säugetierfamilien, die sich wegen der Isolation und der fehlenden Raubsäugetiere bis zur Ankunft des Menschen gut behaupten konnten. Der dritte Teil, „Die Baumeister der Karibik – Rückkehr der Blumentiere“, steht am Dienstag, dem 29. Juni, um 20.15 Uhr auf dem Programm von ORF 2, Teil 4 „Die Riesen der Karibik – Wale und Vulkane“ folgt am 6. Juli.

Auf Kuba leben zwei grundverschiedene Krokodile: das Spitzkrokodil an den Küsten und das Kubakrokodil im Landesinneren, im Süßwasser. Die Krokodile auf Kuba sind eng miteinander verwandt und doch ganz unterschiedlich. Während das Spitzkrokodil nach wie vor ein Wasserraubtier ist, jagt das Kubakrokodil oft an Land. Besonders kräftige Beine machen es auf trockenem Boden beweglicher als jedes andere Krokodil. Das Kubakrokodil frisst lieber für sich alleine – anders als man es von den Krokodilen erwartet und am Festland beobachten kann.

Der Film von Marion Pöllmann erzählt, wie Kuba nach den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft zu seinen beiden Krokodilarten kommt. Wie das Spitzkrokodil vom Kontinent ausgehend die großen Antillen eroberte, sein Rückweg versperrt war und so eine Entwicklung begann, die letztendlich über Hunderttausende von Jahren zum Kubakrokodil führte.

Die seltenen endemischen Tiere der Inseln Kuba und Hispaniola werden in Nebengeschichten rund um das Leben der Krokodile vorgestellt. Hutia, Nashornleguan oder Schlitzrüssler leben schon bis zu 35 Millionen Jahre isoliert auf den Inseln. Spektakulär sind die Aufnahmen vom Schlitzrüssler, einem Säugetier mit Giftzähnen. Das Solenodon, so heißt der Schlitzrüssler auch, galt stellenweise schon als ausgestorben. Kaum jemand bekommt ihn je zu Gesicht. Er ist nur nachts auf der Jagd nach Insekten, die er mit einem Nervengift lähmt.

Alle Geschichten mit und rund um die Krokodile zeigen, wie die Isolation auf Inseln über lange Zeiträume hinweg Arten formt, aber auch Arten erhält, die anderswo längst verschwunden sind. Auf Hispaniola kann man die Entstehung einer neuen Art gerade hautnah miterleben: Denn hier wurde eine Gruppe von Spitzkrokodilen vor 5.000 Jahren in einem Salzsee ohne Verbindung zu ihren Artgenossen eingeschlossen.

Der „Universum“-Vierteiler „Wunder der Karibik“ entstand als ORF/BR-Koproduktion mit Guthknecht-Film und Blue Paw und Ruebe-Film.

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