
VIRUS kontert ÖAMTC: Lobauautobahn brächte mehr Verkehr, Emissionen und Stau
Lobautunnel hat noch keinen Wasserrechtsbescheid. Lobautunnel hat noch keinen Wasserrechtsbescheid.
Wien (OTS) – Als plumpe Pro-Lobautunnel-Propaganda weist die Umweltorganisation VIRUS UVP-Experte Wolfgang REHM. „Im Unterschied zum ÖAMTC habe ich am UVP Verfahren zur S1 auf die sich der Autofahrerklub in seiner Aussendung beziehen will mitgewirkt und zeigte sich dort keine Verkehrsentlastung auf der Südost-Tangente, ein verstauter Tunnel mehr Gesamtverkehrsaufkommen und steht die Lobauautobahn laut Einreichunterlagen für ein Szenario mit 60% straßenverkehrsbedingtem Treibhausgasemissionszuwachs“.
Klarzustellen sei auch, dass im Gegensatz zu den Angaben des ÖAMTC in seiner aktuellen Aussendung für den Lobautunnel noch kein Wasserrechtsbescheid vorliege. Zu Staukosten und Emissionen sei der Autofahrerklub hier mit Zahlen in die Öffentlichkeit gegangen, die auch durch Bezugnahme auf die UVP den Eindruck von Präzisionsberechnungen erwecken sollen, denen jedoch die Grundlage fehle. „Dem liegt die unzutreffende Erwartungshaltung zugrunde, dass der Stau durch die Lobauautobahn weniger wird und der Denkfehler dass nur Stau Emissionen verursacht“, kritisiert Rehm. Aus dem UVP-Bericht „Luft und Klima“ lasse sich ein starker Treibhausgasemissionsanstieg für das Szenario mit Lobauautobahn ableiten und hier sei man nicht im fünfstelligen sondern im siebenstelligen Bereich. „Berechnungen über Emissionen durch verzögerte Umsetzung dieses Projektes gehen daher völlig ins Leere und würden zu den bestehenden Staustunden noch jene des Tunnelabschnitts hinzutreten“, so Rehm. Zur Verkehrsentwicklung enthalte das mehrfache ergänzte Projekt mehrere Berichte, die in der Zusammenschau zeigen würden, dass auf den angeblich zu entlastenden Hauptverbindungen – insbesondere der Südost- Tangente und Esslinger Hauptstraße – gegenüber dem Bestand steigen und gegenüber einem fiktiven Referenzplanfall ohne Umbau, wenn überhaupt, dann nur kurzfristig Entlastungswirkungen zeigen würden, die schnell wieder aufgefressen wären. „Im Gegensatz zu den Darstellungen des ÖAMTC entstehen nicht durch Nichtrealisierung Nachteile und Kosten sondern würde uns die Lobauautobahn verkehrs und emissionstechnisch vom Regen in die Traufe bringen,“ so Rehm abschließend.
Wolfgang Rehm, 0699/12419913, virus.umweltbureau@wuk.at
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