
AK Anderl: Notstandshilfe-Aufstockung verlängern – Armut vermeiden
Wien (OTS) – „Die weiterhin hohe Anzahl an langzeitarbeitsuchenden Personen ist besorgniserregend, darüber können optimistische Meldungen über die Erholung des Arbeitsmarktes nicht hinwegtäuschen“, sagt AK Präsidentin Renate Anderl. „Je länger eine Person arbeitssuchend ist, desto unwahrscheinlicher wird eine Anstellung. Die Bundesregierung ist gefragt, so schnell wie möglich gegenzulenken“, so Anderl.
„Ein ganz einfacher Schritt wäre es, die Aufstockung der Notstandshilfe auf die Höhe des Arbeitslosengeldes zu verlängern.“ Diese Regelung läuft Ende September aus, die Arbeiterkammer hatte schon vor dem Sommer gefordert, das zumindest bis Ende 2021 laufen zu lassen. „Wenn die Bundesregierung verhindern will, dass aus der Corona-Krise auch noch eine Armutskrise wird, dann wäre das ein guter, erster Schritt.“
Die Erholung auf dem Arbeitsmarkt sei erfreulich, so Anderl, man sei aber noch längst nicht am Ziel. Anderl: „Neben der weiteren Aufstockung der Notstandshilfe muss es für Arbeitsuchende außerdem gute, gezielte Vermittlung geben und es muss Qualifizierungsprogramme in Zukunftsbranchen wie Pflege, Bildung, Digitalisierung, Ökologisierung geben.“
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