Grüne Wien/Otero García: Wiener Bio-Quote muss endlich eingehalten werden

Wien (OTS) – Die Stadt Wien bekennt sich zu einem nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln. Zu den ökologisch nachhaltigen Kriterien gehört auch eine Bio-Quote in den kommunalen Gemeinschaftsverpflegungen. „Stadtrat Czernohorzky muss dafür Sorge tragen, dass die 30 Prozent Bio-Quote in allen Einrichtungen der Stadt eingehalten wird, wenn er den Klimaschutz ernst nimmt. Das ist das Mindestmaß. Wenn nicht einmal das erfüllt ist, braucht man sich nicht wundern, wenn höher gesetzte Ziele in der Zukunft nicht erreicht werden“, sagt Huem Otero García, Umweltsprecherin der Wiener Grünen.

Die Grünen stellen im heutigen Gemeinderat den Antrag, dass die Bio-Quote bei der Beschaffung für die öffentliche Gemeinschaftsverpflegung in allen Bereichen der Stadt Wien bis spätestens Ende 2022 in allen Einrichtungen mindestens 50 Prozent beträgt. Außerdem wollen die Grünen verbindliche Vorgaben für Ausschreibungen, denn derzeit widersprechen diese den Zielen der Stadt Wien.

„Die öffentliche Verpflegung könnte einen fairen Zugang zu Biolebensmittel ermöglichen. Die Stadt Wien muss es nur wollen. Die Auflagen müssen sich in den Ausschreibungen wiederspiegeln und sie müssen auch überprüfbar sein. Das bedeutet, dass alle Einrichtungen eine Biozertifizierung haben müssen“, sagt Otero García.

Beispielsweise ist das Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser (kwp) einer der größten Player in der Gemeinschaftsverpflegung in Wien. Laut eigenen Angaben werden täglich 55.000 Portionen durch das kwp serviert. Hier wäre ein großer Hebel, um Bio voranzubringen und den Zugang zu gesunden Lebensmitteln für ältere Personen zu gewährleisten. Leider erweisen sie sich als Problemkind in der öffentlichen Beschaffung. Ausschreibungen des kwp weisen keinen relevanten Bio-Anteil aus, obwohl das Angebot aus der Region ausreichend vorhanden wäre. „Hier ist die Stadt Wien und Stadtrat Czernohorzky gefordert“, so Otero García.

Das kwp legt zudem durch diese Ausschreibungen Bioanbietern Steine in den Weg. Denn die Ausschreibung von konventionell und bio erfolgt in einem Los, das heißt, dass sich vorbildliche Bioanbieter gar nicht bewerben können, weil sie gar keine konventionelle Ware anbieten. „Man bestraft hier die Falschen“, so Otero García abschließend.

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