
SPÖ-Finanzsprecher Krainer hält KÖSt-Senkung für wirtschaftspolitisch falsch und verteilungspolitisch skandalös
Wien (OTS/SK) – Die Arbeitnehmer*innen tragen die Hauptlast der Krise, ihre Einkommen sind von April 2020 bis März 2021 im Jahresvergleich um 5,5 Mrd. Euro gesunken; im selben Zeitraum sind die Unternehmereinkommen um 5,1 Mrd. Euro gestiegen. Das zeigt eine aktuelle Analyse der Arbeiterkammer. „In dieser Situation verbietet sich eine Senkung der Körperschaftssteuer von selbst“, sagt SPÖ-Finanzsprecher Jan Krainer. Er hält den türkis-grünen Plan, die Gewinnsteuern für Konzerne zu senken, für wirtschaftspolitisch falsch und verteilungspolitisch skandalös. ****
Die von der Regierung geplante Senkung der Körperschaftssteuer lehnt die SPÖ ab. Schon jetzt tragen Arbeitnehmer*innen und Konsument*innen am meisten, annähernd 85 Prozent, zur Finanzierung der Staatsaufgaben bei, während aus Kapital und Vermögen nur 15 Prozent kommen. Beim Volkseinkommen sieht die Verteilung freilich ganz anders aus, 32 Prozent des Volkseinkommens macht die Gewinnquote aus, 68 Prozent die Lohnquote.
„Jede vernünftige Steuerreform muss sich dieser Schieflage annehmen, die arbeitenden Menschen müssen profitieren“, sagt Krainer. Dazu kommt, dass die Kosten der Krise bewältigt werden müssen. „Da kann es nicht sein, dass die türkis-grüne Regierung die Unternehmen von vornherein aus dem Spiel nimmt und den größten Konzernen gleich noch zwei Milliarden mitgibt“, so der SPÖ-Finanzsprecher.
„Österreich kann sich die gesamtwirtschaftlich sinnlose und aus der Warte von Steuergerechtigkeit skandalöse Senkung der Konzernsteuern nicht leisten“, sagt Krainer. „Die Rechnung für das türkis-grüne Milliardengeschenk an die größten Konzerne zahlen am Ende die Arbeitnehmer*innen in Form von Sparpaket und Sozialabbau.“ (Schluss) wf/sc
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