ÖAMTC: Große Ungleichheit bei CO2-Besteuerung

Steuerreform verstärkt Unterschiede zwischen Konsumten:innen und Industrie weiter

Wien (OTS) – Vergangenen Sonntag hat die Koalition die Pläne für eine öko-soziale Steuerreform präsentiert. Nicht erwähnt wurde dabei, dass Konsument:innen mit der Mineralölsteuer (MöSt) bereits jetzt eine hohe CO2-Abgabe zahlen. ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexperte Martin Grasslober: „Wie auch kürzlich vom Budgetdienst des österreichischen Parlaments festgehalten wurde, liegt die implizite CO2-Steuer durch die Mineralölsteuer (MöSt) für Diesel aktuell bei 162 Euro je Tonne bzw. bei Benzin bei 226 Euro je Tonne. Darin enthalten ist seit 2011 ein CO2-Zuschlag in Höhe von 20 Euro je Tonne – der auch dezidiert so bezeichnet wurde. Im Juli 2022 wird es nochmal teurer und der CO2-Preis für Sprit erhöht sich um weitere 30 Euro pro Tonne.“

CO2-Besteuerung ab Juli 2022 im Vergleich

Benzin 256 €/Tonne
Diesel 192 €/Tonne
Heizöl 66 €/Tonne
Erdgas 63 €/Tonne
Kerosin* 0 €/Tonne
Industrie (über ETS)** 63 €/Tonne

* EU Binnenflüge sind Teil des ETS
** Stand 4. Oktober 2021

„Die CO2-Steuern sind und bleiben sehr unterschiedlich – vor allem der Vergleich der Steuerleistung der Autofahrer:innen und der Industrie zeigt eine enorme Schieflage“, so Grasslober. Das geht auch aus einer OECD-Studie (Taxing Energy Use 2019) hervor: Während Kraftstoff im Straßeneinsatz von allen OECD- und G20-Staaten besteuert wird, ist das bei 82 Prozent der Emissionen abseits des Straßenverkehrs überhaupt nicht der Fall.

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