Israelischer „Ophir Award 2021“ für ORF-Koproduktion „Speer goes to Hollywood“ als „Best Documentary“

ORF-2-Premiere am 14. November als Teil des Programmschwerpunkts zu Novemberpogromen

Wien (OTS) – Neuerlicher Festivalerfolg für eine Koproduktion der ORF-TV-Kultur: Bei den jährlichen Ophir Awards, den wichtigsten Filmpreisen Israels, wurde das israelisch-österreichisch-deutsche Projekt „Speer goes to Hollywod“ als „Best Documentary“ ausgezeichnet. Der Dokumentarfilm der Regisseurin Vanessa Lapa geht der Frage nach, wie Hitlers Stararchitekt Albert Speer, der für zwölf Millionen Zwangsarbeiter verantwortlich war, die Lüge vom „guten Nazi“ schaffen konnte. Er war der einzige hochrangige Nationalsozialist, der weder Selbstmord beging noch in Nürnberg zum Tode verurteilt wurde – man einigte sich für den Angeklagten lediglich auf ein Strafmaß von 20 Jahren Gefängnis in Spandau. Die Doku schildert Speers Versuch, sich 1971 mit einer letztendlich nie realisierten Hollywood-Verfilmung seiner „Erinnerungen“ reinzuwaschen. Nach dem preisgekrönten, ungewöhnlichen Psychogramm „Der Anständige“ über Heinrich Himmler im Jahr 2014 ist dies die zweite Zusammenarbeit des ORF mit Filmemacherin Vanessa Lapa. Als Koproduzent zeichnet, wie schon beim „Anständigen“, die Wiener Felix Breisach Medienwerkstatt für den Film mitverantwortlich.
„Speer goes to Holllywood“ feiert als Teil des ORF-Programmschwerpunkts zum Gedenken an die Novemberprogrome 1938 im „dokFilm“ am Sonntag, dem 14. November, um 23.05 Uhr in ORF 2 österreichische TV-Premiere.

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz:
„Herzlichen Glückwunsch an Regisseurin Vanessa Lapa, den österreichischen Produzenten Felix Breisach sowie das gesamte Filmteam für diese große Anerkennung eines weiteren wichtigen Beitrags zur Aufarbeitung europäischer Zeitgeschichte. Mit dieser Produktion nimmt der ORF als öffentlich-rechtlicher Rundfunk dieses Landes einmal mehr seine Aufgabe wahr, relevante und komplexe historische Themen in Erinnerung zu rufen und sie auch für nachfolgende Generationen medial im digitalen Gedächtnis zu verankern. Vanessa Lapas außergewöhnlicher dokumentarischer Stil, das Publikum zu erreichen, hat uns schon bei der ersten Zusammenarbeit im Rahmen des preisgekrönten Psychogramms ‚Der Anständige‘ überzeugt.“

ORF-TV-Kulturchef Martin Traxl:
„Wir freuen uns sehr mit und für Vanessa Lapa über diese hohe Auszeichnung. Der ORF zählte – wie schon bei ihrem preisgekrönten Film ,Der Anständige‘ – zu den ersten Unterstützern dieses Projekts, nicht nur weil wir an die Filmemacherin glauben, sondern weil wir als Österreicher hier auch eine historische Verantwortung tragen. Zudem zeigt diese Arbeit auch handwerkliche Meisterschaft – aus einem Tonbandmitschnitt einen so packenden Film zu machen, ist eine hohe Kunst. Wir sehen der ORF-Ausstrahlung mit Spannung entgegen!“

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