1. SDG Dialogforum zeigt Hürden und Handlungsmöglichkeiten Nachhaltiger Entwicklung in Österreich auf

Regierungsmitglieder Edtstadler, Mückstein, Gewessler und Schramböck bekennen sich am 28.9. beim ersten Multi-Stakeholder-Event zur Umsetzung der Agenda 2030.

Wien (OTS) – Regierungsmitglieder sowie Expertinnen und Experten diskutierten am 28.9. beim ersten SDG Dialogforum aktuelle Chancen und Herausforderungen der Nachhaltigen Entwicklung nach COVID-19. Der erfolgreiche Auftakt des jährlich geplanten Events legt die Basis für intensivere Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft, Verwaltung, Politik, Wirtschaft, und Wissenschaft zur Umsetzung der Agenda 2030 in und durch Österreich.

Handlungsoptionen für eine nachhaltige Entwicklung nach COVID-19 sowie Partnerschaften, im Sinne des Globalen Nachhaltigkeitsziels (SDG) 17, standen im Fokus des diesjährigen Auftaktevents, das zum ersten Mal gemeinsam von Bundesverwaltung, SDG Watch Austria, Ban Ki-moon Centre for Global Citizens und Naturhistorischem Museum Wien organisiert wurde und über 530 Zusehende zählte. Zentrales Anliegen war es dabei, Stimmen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung hörbar zu machen und Diskussionsergebnisse in die weiteren Arbeiten zur Umsetzung der Ziele einzubringen, etwa im Rahmen der damit betrauten Interministeriellen Arbeitsgruppe zur Agenda 2030 (IMAG).

Die vier Online-Innovationspools mit je 25-30 Expertinnen und Experten sowie verschiedenen Stakeholdern waren sich einig: Die Umsetzung der Agenda 2030 und der 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung (SDGs) steht vor großen Herausforderungen durch COVID-19, birgt jedoch auch viele Chancen. Die Teilnehmenden diskutierten die Themen Klimaschutz und Klimawandelanpassung; Digitalisierung; Frauen, Jugend & „Leaving no-one behind“; Österreich im globalen Kontext – stets mit Blick auf Innovationen und Handlungsoptionen.

Das anschließende Podium legte Bewusstsein bzgl. der vernetzten Problematiken an den Tag und erkannte den Bedarf gemeinsamer Anstrengungen. Es diskutierten Bundesministerinnen Karoline Edtstadler und Leonore Gewessler, Bundesminister Wolfgang Mückstein, Sonderbeauftragte des österreichischen Bundeskanzlers und Leiterin von ThinkAustria Antonella Mei-Pochtler, sowie Nicola Brandt, Leiterin des OECD Berlin Centre.

Grundlage bildete u. a. der erste [Freiwillige Nationale Umsetzungsbericht Österreichs (FNU)]
(https://www.ots.at/redirect/sustainabledevelopment1) an die
Vereinten Nationen aus dem Jahr 2020, dessen Präsentation, so Bundesministerin Karoline Edtstadler, einen Schwung in die Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklungsziele gebracht habe, den es nun weiter aufrechtzuerhalten gelte. „Wir sind alle zuständig für die SDGs und für die Zielerreichung“, betonte sie.

Bundesministerin Leonore Gewessler unterstrich im Zuge der Diskussion u. a. die Dringlichkeit des Klimaschutzes: „Unsere Aufgabe als Politik ist es, die größte Transformation im Klimaschutz zu gestalten, vor der wir jemals gestanden sind.” Im Zuge dessen sei auch die Digitalisierung ein Werkzeug, das sinnvoll eingesetzt werden könne.

Bundesminister Wolfgang Mückstein betonte u. a. den engen Zusammenhang gesellschaftlicher Herausforderungen und den Bedarf an nachhaltigen Lösungen, insbesondere durch entsprechende Rahmenbedingungen: „Es ist die Aufgabe des Ministeriums, für Menschen die Möglichkeiten zu schaffen, um gute Entscheidungen zu treffen, z.B. über ein verbessertes Herkunftslabel.“

Die Podiumsgäste diskutierten außerdem neue Herausforderungen durch COVID-19 und den politischen Handlungsbedarf – beispielsweise in Bezug auf national und international gestiegene Ungleichheiten oder die zunehmende Gewalt an Frauen, ebenso wie hinsichtlich des nach wie vor dringenden Bedarfs wirksamer Maßnahmen zu Klimaschutz und Klimawandelanpassung.

Sonderbeauftragte Antonella Mei-Pochtler lenkte dabei den Blick u. a. auf nötige Akutmaßnahmen für soziale Folgen der Pandemie, doch auch auf den Bedarf von Bewusstseinsbildung, um beispielsweise Jugendliche mehr in den Mittelpunkt zu stellen.

Nicola Brandt, Leiterin des OECD Berlin Centres, betonte die internationale Komponente: „Es ist ein Bewusstsein entstanden, dass man Krisen nur global lösen kann. Es muss mehr Bemühungen geben, den Impfstoff in alle Länder zu bringen, und insbesondere gefährdete Personen zu immunisieren”.

Neben den Teilnehmenden der Innovationspools und den Podiumsgästen beteiligten sich mehrere Mitwirkende mit (Video- bzw. Live-)Statements: Bundesministerin Margarete Schramböck; BMEIA-Generalsekretär Peter Launsky-Tieffenthal; Ban Ki-moon, 8. UN-Generalsekretär und Ko-Vorsitzender des Ban Ki-moon Centre for Global Citizens; Ghada Waly, Generaldirektorin des UN-Office in Wien; Thomas Alge und Annelies Vilim für SDG Watch Austria sowie Katrin Vohland, Generaldirektorin des NHM Wien. Edgar Honetschläger, Künstler und Filmregisseur, gestaltete zudem eigens für die Veranstaltung und durch Unterstützung des BMKÖS einen Kunstbeitrag.

Die [Aufzeichnung der Veranstaltung]
(https://www.youtube.com/watch?v=sjMQRH3K5W8), eine
[Videozusammenfassung] (https://youtu.be/iI5RZ6YWH3E) und eine [Fotogalerie] (https://flic.kr/s/aHsmWNmnUW) sind bereits verfügbar. Weitere Berichte sowie eine offizielle Nachlese werden auf der [Website von SDG Watch Austria]
(https://sdgwatch.at/de/was-wir-tun/sdg-dialogforum-2021/?) laufend
ergänzt.

SDG Watch Austria
c/o ÖKOBÜRO – Allianz der Umweltbewegung
Caroline Krecké, MA BSc
Nachhaltigkeit & Kommunikation

caroline.krecke@oekobuero.at
www.oekobuero.at
www.sdgwatch.at

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