
Jüdische österreichische Hochschüler:innen (JöH) demonstrieren für diplomatischen Boykott der Olympischen Winterspiele in Beijing 2022
Der “Fackellauf für Menschenrechte” findet europaweit in 10 Städten statt, um Menschenrechtsverletzungen der chinesischen Regierung und den Genozid an den Uighur:innen zu thematisieren
Wien (OTS) – Gemeinsam mit der Muslimischen Jugend Österreichs (MJÖ), der Österreichischen Hochschüler:innenschaft (ÖH), dem Black Voices Volksbegehren, dem Verband Sozialistischer Student:innen in Österreich (VSSTÖ), den Grünen & Alternativen Student:innen (GRAS) und der Hochschüler:innenschaft österreichischer Roma und Romnja (HöR) organisierten die Jüdischen österreichischen Hochschüler:innen am Sonntag eine Kundgebung vor dem Sportministerium bei der rund 60 Personen für einen diplomatischen Boykott der olympischen Winterspiele 2022 in Beijing demonstrierten. Die Demonstration ist Teil der “Never Again Right Now Kampagne” (NARN) der European Union of Jewish Students (EUJS), gleichzeitig fanden am Sonntag Aktionen in 10 europäischen Städten statt.
Derzeit begeht China einen Genozid an den Uighur:innen, wie inzwischen auch die Parlamente und Regierungen der USA, des Vereinigten Königreichs, Kanadas, der Niederlande und Litauens anerkannt haben, und unterdrückt Widerspruch brutal in Hongkong, Tibet und andernorts. Das Spektakel der olympischen Winterspiele möchte Beijing nützen, um sein Ansehen auf der Weltbühne weiter zu festigen.
Während der eigentlich traditionelle Fackellauf dieses Jahr abgesagt wurde, wurde stattdessen ein “Fackellauf für die Menschenrechte” organisiert, der ein Licht auf Chinas Völkermord werfen soll, und der Forderung hunderter uigurischer und anderer Organisationen, die Spiele diplomatisch zu boykottieren, Nachdruck zu verleihen. Unter den Redner:innen vor dem Sportministerium waren Aktivist:innen der veranstaltenden Organisationen, die Exekutive der Bundes-ÖH und der Menschenrechtssprecher der Wiener Grünen Niki Kunrath.
“All jene, die es vorziehen, das zu ignorieren und die Spiele 2022 in Beijing als „business as usual“ zu akzeptieren, machen sich mitschuldig an Chinas Völkermord. Deshalb ist unsere Botschaft ganz klar. Die Welt darf nicht zulassen, dass Beijing den Genozid an den Uigur:innen und die brutale Unterdrückung der Menschen in Tibet und Hongkong durch “sport-washing” kaschiert. Wir schließen uns der Forderung hunderter Uigurischer und anderer Organisationen an – wir fordern einen diplomatischen Boykott der olympischen Winterspiele 2022 in Beijing – den Genozidspielen.” So Bini Guttmann, Initiator der NARN-Kmapagne und Mitglied des Exekutivrats des Jüdischen Weltkongresses (WJC).
Sashi Turkof, Ko-Präsidentin der JöH sagt: “Gerade Österreich, als Täterland, aber auch Wintersportnation schlechthin hat eine besondere Verantwortung. Österreich muss sich endlich positionieren und gegen die Menschenrechtsverbrechen handeln. Wir, als junge Juden und Jüdinnen können nicht länger schweigen. “Nie wieder!” ist für uns keine hohle Phrase, sondern es bedeutet für uns zu handeln. Es bedeutet aktiv gegen Antisemitismus aufzustehen. Es bedeutet auch, dann aufzustehen, wenn heute ein Genozid verübt wird. Die Staats- und Regierungschefs, die Sportverbände und die Unternehmen, die Beijing 2022 unterstützen, haben noch die Möglichkeit sich zu positionieren. Werden sie sich auf die Seite des chinesischen Staates und seiner Angriffe auf die Menschenrechte stellen, oder werden sie sich auf die Seite der Gerechtigkeit stellen? “
Hochauflösende Fotos und Videos der Demonstration auf Anfrage oder via [Link] (https://www.ots.at/redirect/joeh)
Jüdische österreichische Hochschüler:innen
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