
ISÖ: „Wir haben keine Pandemie der Ungeimpften“
Virologe Christian Drosten bestreitet das Narrativ, dass in Deutschland eine „Pandemie der Ungeimpften“ herrsche. Auch Geimpfte können sich infizieren
Wien (OTS) – Wie wichtig es ist, einen offenen Diskurs in der Impffrage im Allgemeinen und der mRNA-Impfung im Besonderen zuzulassen, zeigt sich an folgenden Erkenntnissen:
1. Die mRNA Impfstoffe sind nicht DER Game-Changer, er verhindert
insbesondere bei den vulnerablen Personen, bei 70+ und vorerkrankten,
meist immunsupprimierte Patienten, schwere COVID-10 Krankenverläufe
und Todesfälle. Die Verbreitungs-Wirkung nimmt bereits ab 2-3 Monaten
merklich ab.
2. Daher sollte der Impfschwerpunkt nicht in der Erhöhung der
Durchimpfungsrate liegen,
– denn eine hohe Durchimpfungsrate erhöht auch den sogenannten
„Selektionsdruck“ auf das Virus und forciert dadurch
„Fluchtvarianten“, die zwangläufig infektiöser (aber auch
ungefährlicher) werden und treibt dadurch die Anzahl der positiven
PCR-Testungen in die Höhe (gegenwärtige Situation)
– der Schwerpunkt sollte auf dem „Boostern“ von den vulnerablen
Gruppen in derzeit noch kurzen Abständen (bis wirksamere Impfungen,
wie VLA2001 zur Verfügung stehen oder die Durchseuchung (mit steriler
und klinischer Immunität) fortgeschritten und Herdenimmunität
erreicht ist. ( „Wir sehen in den Simulationen deutlich
infektionsreduzierende Effekte, sobald circa 30 Prozent der
Bevölkerung den Booster erhalten haben“, sagte Kai Nagel von der
Technischen Universität Berlin deutschen Medien)
– zum Schutz des Gesundheitswesens (und der ICU-Units) sollte die
Strategie „Early Treatment“ angewendet werden und eine engmaschige
ambulante medizinische Betreuung von in Quarantäne befindlichen
Personen automatisiert werden.
3. Da positiv PCR-Getesteten innerhalb von 2 Tagen die „sicherste“
Personengruppe darstellt, ist es unzulässig diese mit der 2G Regel in
einen „Lock-Down“ zu schicken. Auch „Genesene“ mit einem nachgewiesen
IgG Antikörper-Titer sollten als zweitsichere Personengruppe den
„Genesenen“ gleichgestellt behandelt werden solange sie den
aufrechten Immunstatus nachweisen können.
4. mRNA-Geimpfte sollten zu regelmäßigen PCR-Testungen verpflichtet
werden, da erstens die Wirkung ab 4 Monaten nach 2-Stick merklich
abnimmt, zweitens aufgrund der fehlenden Testungen und ausbleibender
steriler Immunität „Geimpfte“ zu unwissenden Spreadern werden können
und drittens, dass das Ausmaßmaß an Impfdurchbrüchen sowie die Anzahl
an Non-Respondern dringend erfasst werden müssen.
5. Was in Österreich als „Intensivbett“ bezeichnet wird (mit- oder
ohne ECMO) sollte dem internationalen Gebrauch angeglichen werden um
eine Vergleichbarkeit zu erreichen, die für das Intensivbett zur
Verfügung stehende Pflegemannschaft muss getrennt erfasst werden um
die eigentliche Verfügbarkeit zu erkennen und um die sich daraus
erbenden fehlenden Personalressource zu erkennen und um Abhilfe zu
schaffen. Außerdem sollten die Kapazitäten insgesamt nicht weiter
zurückgefahren werden.
ISÖ Reinhard Fellner
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