Bundesheer: Internationale Zusammenarbeit auf hohem Niveau

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner bestärkt die internationale Vernetzung des Bundesheeres

Wien (OTS) – Im vergangenen Ministerratsvortrag zur Vorlage des Übungs- und Ausbildungsplans des Bundesheeres für das Jahr 2022 bekräftigte Verteidigungsministerin Tanner weiterhin das internationale Engagement des Bundesheeres. Für 2022 sind über 30 Vorhaben im Rahmen internationaler Organisationen, wie den Vereinten Nationen (VN) oder der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), geplant. Die Entsendungen reichen von Einzelentsendungen von Experten bis zu größeren Entsendungen von über 100 Personen im Rahmen eines gemeinsamen Trainings zur Katastrophenhilfe.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner: „Es ist mir wichtig, dass unsere Soldatinnen und Soldaten, aber auch unsere zivilen Fachkräfte, am neuesten Stand der jeweiligen Entwicklung bleiben. Zum Erhalt und zum Ausbau dieser Fähigkeiten ist ein internationaler Wissenstransfer unbedingt notwendig. Keine Armee ist in der Lage, das breite Spektrum der geforderten Fähigkeiten alleine weiter zu entwickeln.“

Den Übungs- und Ausbildungsvorhaben des Bundesheeres im Ausland liegen Maßnahmen der Friedenssicherung, der humanitären Hilfe und der Katastrophenhilfe sowie des Such- und Rettungsdienstes zu Grunde. In Umsetzung der militärstrategischen Ableitungen aus der österreichischen Sicherheitsstrategie (ÖSS) sowie in Folge der Teilstrategie Verteidigungspolitik, sind die hierfür vorgesehenen Elemente des Bundesheeres auch zur Erfüllung von auslandsspezifischen Aufträgen zu befähigen.

Auslandsspezifische Aufträge sind etwa die Übernahme von Führungsaufgaben (Österreich übernimmt mit Jahresbeginn die Führungsverantwortung der Europäischen Trainingsmission in Mali-EUTM- MALI); die Beitragsleistung zur internationalen Friedenssicherung und zu Stabilisierungsaufgaben, insbesondere die Vorbereitung für weitere Beiträge zu den EU-Battlegroups (derzeit hält Österreich für diese einsatzgleichen Verpflichtungen über 300 Kräfte bereit); die Befähigung der Streitkräfte zur Durchführung von Evakuierungsoperationen (in der Vergangenheit Ägypten, Libyen, Afghanistan) und die Bereitstellung von Experten mit Fokus auf Internationale Humanitäre Katastrophenhilfe (IHKH) sowie Konfliktprävention/-nachsorge (aktuell die Entsendung einer „Cultural-Adviser“-Expertin zur EU- Trainingsmission in Mosambik ).

Derzeit findet im Rahmen dieser internationalen Zusammenarbeit die trinationale Übung „Common Roof 21“ statt. 150 Personen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich, großteils Informations- und Kommunikationsexperten, üben unter der Leitung von Fachkräften des Bundesheeres, die gemeinsame Betriebsführung der unterschiedlichen Kommunikationsnetzwerke.

KK/KK

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