Juraczka / Jungnickel: Stadtrechnungshof bestätigt Kostenexplosion bei U-Bahn-Bau

6,5 Mrd. Euro sind Fiasko für die Steuerzahler – Beträge nicht verifizierbar – weitere Verzögerungen möglich

Wien (OTS) – „Leider sind die schlimmsten Befürchtungen hinsichtlich möglicher Kostenexplosionen beim U-Bahn-Ausbau vom Stadtrechnungshof nicht nur bestätigt, sondern sogar übertroffen worden. Mit rund 6,5 Mrd. Euro werden sich die Gesamtkosten gegenüber den ursprünglichen Schätzungen verdoppeln, ein Fiasko für die Wiener Linien, aber vor allem für die Wiener Steuerzahlerinnen und Steuerzahler“, so Finanzsprecher Landtagspräsident Manfred Juraczka und Stadträtin Isabelle Jungnickel in einer ersten Reaktion.

Aufgrund von Medienberichten hat die ÖVP Wien den Stadtrechnungshof ersucht, den Bau der U5 und die Verlängerung der U2 zu überprüfen. Laut den Prüfern wird die 4. Ausbaustufe statt 950 Mio. Euro nun 2,09 Mrd. Euro kosten, die 5. Ausbaustufe wird statt 2,7 Mrd. Euro nun auf 4,36 Mrd. Euro geschätzt. In Summe somit Gesamtkosten von 6,45 Mrd. Euro.

Manfred Juraczka: „Man kommt wirklich aus dem Staunen nicht heraus, wie „dilettantisch“ die Wiener Linien hier teilweise vorgehen. So musste der Stadtrechnungshof ernsthaft empfehlen, dass zukünftig bei Kostenschätzungen „etwaige Preissteigerungen (Valorisierung) berücksichtigt werden sollen“, aber auch „auf Preise aus geeigneten Referenzprojekten zurückgegriffen werden soll“.

„Die MA 18 soll zukünftig auch „alle Kostenbereiche berücksichtigen“, weil „keine Reserven angesetzt wurden“, so Isabelle Jungnickel laut dem Prüfbericht und weiter: „Licht ins Dunkel der Kostenexplosion konnten die Prüfer leider auch nicht bringen, laut Stadtrechnungshof sind sowohl der Differenzbetrag „nicht schlüssig ableitbar“ als auch die Beträge „nicht verifizierbar“.

Weiters kritisierte der Stadtrechnungshof auch „die wiederholte und ausschließliche Befassung derselben externen Unternehmen mit Planungsleistungen für Variantenuntersuchungen“ und forderten mehr Wettbewerb ein.

„Letztlich sind auch die derzeitigen Fertigstellungstermine nicht in Stein gemeißelt, bestätigt doch der Stadtrechnungshof, dass es durch die „allgemeinen Projekt-, Vergabe- und Marktrisiken zu weiteren Verzögerungen kommen könnte“. Das „Milliardengrab“ U-Bahn-Ausbau wird die Stadtpolitik, die Prüforgane und die Wiener Bevölkerung noch sehr lange beschäftigen. Es ist hoch an der Zeit, endlich die Verschwendung und Misswirtschaft in Wien zu stoppen und substanzielle Reformen einzuleiten“ so Juraczka und Jungnickel abschließend.

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