WKÖ-Kühnel: „Pflichtfach Digitale Grundbildung ist zukunftsweisend für Österreich“

Einführung ab Schuljahr 2022/23 erfüllt langjährige WKÖ-Forderung– Ausbildung der Pädagoginnen und Pädagogen muss bei digitalen Kompetenzen Schritt halten

Wien (OTS) – „Die Corona-Pandemie hat uns eindringlich gelehrt, wie wichtig digitale Kompetenzen sind. Denn damit Österreichs Wirtschaft ihre Wettbewerbsposition halten und verbessern kann, müssen wir bei den digitalen Kompetenzen und der IT-Infrastruktur im gesamten Bildungsbereich zur internationalen Spitze aufschließen“, sagt Mariana Kühnel, stellvertretende Generalsekretärin in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

„Wir freuen uns deshalb sehr über die Einführung des Pflichtfaches ‚Digitale Grundbildung‘ ab dem Schuljahr 2022/2023. Damit wird eine langjährige WKÖ-Forderung erfüllt: In dieser fixen Unterrichtsstunde im wöchentlichen Stundenplan werden die jungen Menschen in den ersten vier Klassen der AHS-Unterstufe und in den Mittelschulen wichtige ‚21st-Century-Skills‘ erwerben“, so Kühnel. Dazu zählen Programmiersprachen und Kompetenzen in der Informationsverarbeitung, aber ganz wesentlich auch Medienkompetenz, Recherche und Quellenkritik sowie der richtige Umgang mit persönlichen Informationen, Datenschutz und Cybermobbing.

„Mit dem Pflichtfach ‚Digitale Grundbildung‘ werden Zukunftsthemen wie Coding, Wissen über Algorithmen und Big Data, aber auch ein mündig-kritischer Umgang mit Sozialen Medien im Lehrplan fix verankert“, so Kühnel. Die Anschaffung von digitalen Endgeräten für die Schülerinnen und Schüler ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des Gesamtpakets, aber nicht allein entscheidend. „Die Vermittlung steht und fällt mit den digitalen Kompetenzen der Pädagoginnen und Pädagogen, die mit der rasanten technologischen Entwicklung Schritt halten können müssen.“

Alle Lehrkräfte sollten im Rahmen der Grundausbildung oder in verpflichtenden Weiterbildungsmaßnahmen zumindest in den sechs Grundbereichen des Digital Competence Framework for Educators (DigCompEdu), welches die EU-Kommission definiert hat, geschult werden. „Das Ziel für Österreichs Bildungssystem muss am Ende des Tages sein, dass interaktives und innovatives Lernen mithilfe digitaler Inhalte in allen Schulfächern, Unterrichtsformen und didaktisch-pädagogischen Methoden Einzug hält. Der erste Schritt dazu ist getan“, so Kühnel.(PWK697/HSP)

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