SPÖ-Bayr zu IPU-Bericht: Frauenhass darf im Parlament keinen Platz haben!

#NotInMyParliament ist als Kampagne gegen physische und verbale Gewalt immer noch notwendig

Wien (OTS/SK) – Laut der Studie „Sexism, harassment and violence against women in parliaments in Africa“, die diese Woche von der Inter-Parliamentary Union (IPU) und der African Parliamentary Union (APU) veröffentlicht wurde, haben 42 Prozent der befragten Parlamentarierinnen Todesdrohungen, Vergewaltigungsdrohungen oder Drohungen mit Schlägen oder Entführung erhalten. 40 Prozent wurden sexuell belästigt und 23 Prozent waren körperlicher Gewalt ausgesetzt. 67 Prozent wurden Opfer von sexistischem Verhalten oder Bemerkungen. 80 Prozent der befragten Parlamentarierinnen haben psychische Gewalt im Parlament erlebt. „Parlamentarierinnen müssen sich weltweit ohne Angst vor verbalen oder körperlichen Übergriffen frei äußern können“, fordert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich des Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November. „Gerade Parlamente müssen Orte sein, in denen Frauenhass keinen Platz hat, in denen gegen Diskriminierung und Gewalt gearbeitet wird!“, so Bayr weiter. ****

Auch in Österreich sind Politikerinnen in hohem Maß von frauenfeindlichem und sexistischem Hass betroffen. Im Juli dieses Jahres wurde eine Untersuchung des „Momentum“ Instituts und der Autorin Ingrid Brodnig veröffentlicht, die belegt, dass 73 Prozent der befragten weiblichen Parlamentarierinnen bereits mit sexistischen Online-Nachrichten konfrontiert waren. Im Parlament hat bereits jede zweite Abgeordnete Frauenfeindlichkeit oder Sexismus erlebt, etwa in Zwischenrufen oder despektierlichen Kommentaren. Laut einer Untersuchung des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ berichten in Deutschland 36 Prozent der weiblichen Bundestagsabgeordneten von Angriffen auf sich, ihre Büros oder ihren Wohnsitz.

„Parlamentarierinnen sind weltweit von Belästigung und Sexismus betroffen. Alle Parlamente brauchen Strategien zur Bekämpfung von Sexismus, Opferberatung und Beschwerdemechanismen, sowie Schulungen zur Identifizierung und Beseitigung von geschlechtsspezifischer Diskriminierung und Gewalt. Die Kampagne #NotInMyParliament der parlamentarischen Versammlung des Europarats hat nach wie vor ihr Ziel nicht erreicht, nämlich in Parlamenten ausreichend Bewusstsein für ein Arbeiten ohne körperliche und verbale Übergriffe zu betreiben“, betont Bayr abschließend. (Schluss) lp/ls

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