VOEB-Studie: Green Jobs unter Millennials und Generation Z besonders beliebt

Wien (OTS) – Nachhaltig, sinnvoll, krisensicher: Das Interesse an einem Job in der Abfall- und Ressourcenwirtschaft ist groß. In einer repräsentativen Studie bestätigen 70 Prozent der Befragten, dass Nachhaltigkeit und Umweltschutz bei der Jobsuche an Relevanz gewinnen. Green Jobs werden vor allem in der Steiermark, Kärnten und Vorarlberg stark nachgefragt. Für jeden vierten Berufstätigen unter 30 Jahren kommt ein Jobwechsel in Frage.

Green Jobs, also Berufe im Umweltsektor, sind unter Österreicherinnen und Österreichern mittlerweile besonders beliebt. In einer aktuellen Studie zeigen 43 Prozent der Befragten Interesse an einem Green Job, bei den 14- bis 18-Jährigen sind es 60 Prozent. Jeder dritte Befragte bestätigt, sich einen Job in der Abfall- und Ressourcenwirtschaft vorstellen zu können. Dafür sprechen ein krisensicherer Arbeitsplatz (46%) sowie ein Job mit Sinn und Nutzen für den Umweltschutz (42%). Besonders beliebt sind die Arbeitsbereiche Projektmanagement, Forschung und Entwicklung, Logistik und Labor – sowohl bei Männern als auch Frauen. Das ergab eine repräsentative Studie im Auftrag des Verbands Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) unter 1.500 Österreicherinnen und Österreichern zwischen 14 und 69 Jahren.

Der ideale Job: Gute Stimmung und nettes Team

Befragt nach dem idealen Arbeitsplatz ist den Österreicherinnen und Österreichern gute Stimmung und ein nettes Team (70%), Jobsicherheit (57%) sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sehr wichtig (56%). Wer als Arbeitgeber dafür sorgt, dass auch die persönliche Freizeit der Beschäftigten und eine gute Bezahlung nicht zu kurz kommen, sorgt für ideale Arbeitsbedingungen. Frauen haben in diesen Bereichen deutlich höhere Ansprüche als Männer. Außerdem sticht hervor, dass Aspekte wie Jobs mit Zukunftsaussichten und die persönliche Freizeit für die unter 30-Jährigen eine signifikant wichtigere Rolle spielen als unter den übrigen Befragten (jeweils 48%).

Zahlreiche Ausbildungswege

Jungen Menschen unter 30 Jahren legen zudem überdurchschnittlich viel Wert auf Weiterbildung, Selbstverwirklichung sowie Aufstiegschancen. Im Bundesländervergleich sind Green Jobs vor allem in der Steiermark (53%), Vorarlberg (48%) und Kärnten (48%) beliebt. Als Ausbildungswege stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Auswahl, die von einer Lehre zur Entsorgungs- und Recyclingfachkraft über Ausbildungen in HTL bis zu universitären Studien reichen. Harald Gorucan, Vorsitzender des Arbeitskreises Job Branding im VOEB: „Junge Menschen sind hochmotiviert, für die Umwelt etwas Gutes zu tun. Wir wollen sie genau dort abholen und für die Abfall- und Ressourcenwirtschaft begeistern. Dort erwartet sie ein nachhaltiger, sinnvoller, krisensicherer und vor allem vielfältiger sowie abwechslungsreicher Job.“

Jeder Vierte unter 30 bereit für Jobwechsel

Mehr als jeder vierte Berufstätige unter 30 Jahren gibt an, dass für ihn bzw. sie ein Jobwechsel in Frage kommt, weitere 20 Prozent könnten sich das grundsätzlich vorstellen. „Die junge Generation hat keine Berührungsangst mit einer neuen beruflichen Herausforderung. Wir wissen auch, dass für sie Nachhaltigkeit und Umweltschutz eine zentrale Rolle spielen, wenn es um die Auswahl ihres Arbeitgebers geht. Daher ist unsere Branche für Millennials und die Generationen Z besonders attraktiv“, so Gabriele Jüly, Präsidentin des VOEB. Allerdings müsste noch am Image gefeilt werden. „Der erste Eindruck trügt. Es geht in unserer Branche schon lange nicht mehr allein um Müllentsorgung. Jede Tonne Abfall ist wertvoll und wird dank getrennter Sammlung und Recycling in den wirtschaftlichen Kreislauf als Sekundärrohstoff zurückgeführt. So werden Ressourcen geschont und die Umwelt geschützt.“

Abfall- und Ressourcenwirtschaft spielt zentrale Rolle beim Umweltschutz

Nachhaltig und umweltbewusst, so sehen die Befragten die Branche. Sie sei ein wichtiger Wirtschaftssektor, der Arbeitsplätze schafft und ein wesentliches Bindeglied einer ökologischen Kreislaufwirtschaft, da sie recycelte Rohstoffe für die Industrie herstellt (rund 80% Zustimmung). Jüly: „Unsere Branche investiert seit Jahrzehnten in innovative Umwelttechnologien. Diese prägen die über 1.100 High-Tech-Anlagen, in denen aus Abfall neue Ressourcen für die produzierende Industrie und damit für uns alle entstehen. Als Teil der kritischen Infrastruktur bieten wir langfristig sichere und sinnerfüllte Jobs an, darauf sind wir besonders stolz.“

Eine Liste der Mitglieder des VOEB in den einzelnen Bundesländern finden Sie unter diesem [Link]
(https://www.voeb.at/mitglieder/mitgliedervorstellung/).

Aktuelle, repräsentative Studie (2021):

Im Auftrag des VOEB befragte das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent.com im Mai insgesamt 1.500 Österreicherinnen und Österreicher im Alter zwischen 14 – 69 Jahren zum Thema Abfallwirtschaft und Green Jobs.

Über den VOEB:

Der Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) ist die freiwillige Interessensvertretung der kommerziell geführten Entsorgungsunternehmen in Österreich. Der Verband vertritt derzeit über 250 Mitgliedsunternehmen und repräsentiert somit zwei Drittel – gemessen am Umsatz bzw. an den Beschäftigten – der privaten österreichischen Entsorgungsbetriebe. Die Branche beschäftigt direkt und indirekt ca. 43.000 Mitarbeiter, entsorgt rund zwei Drittel des gesamten in Österreich anfallenden Abfalls in 1.100 High-Tech-Anlagen und erwirtschaftet Umsätze in der Größenordnung von 4 Mrd. Euro pro Jahr.

Die Studie zum Download
[VOEB-Studie zum Thema Green Jobs]
(https://www.ots.at/redirect/voebgreenjobs)

Bildmaterial

Unter diesem [Link] (https://www.ots.at/redirect/voebbild) ist passendes Bildmaterial zu finden.

Mag. Daisy Kroker – Geschäftsführerin VOEB
Tel.: (01) 713 02 53
E-Mail: kroker@voeb.at
Website: www.voeb.at

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