Österreich übernimmt die Trainingsmission in Mali

Brigadier Christian Riener führt ab 2022 die „European Union Training Mission“ (EUTM) in Mali

Wien (OTS) – Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Generalstabchef Robert Brieger verabschiedeten heute, den 26. November 2021, 58 Soldaten für voraussichtlich sechs Monate nach Mali. Österreich übernimmt damit nach dem zweiten Halbjahr 2019 bereits zum zweiten Mal die Führungsrolle im westafrikanischen Land in der Sahelzone.

Mit Übernahme des Kommandos erhöht sich gleichzeitig der Personaleinsatz. Derzeit sind 26 Soldaten eingesetzt, zwölf der bisher eingesetzten Soldaten verbleiben im Einsatzraum – damit beträgt die neue Kontingentsstärke nun 70 Personen.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner bei der Verabschiedung ihrer Soldaten: „Wenn ich mir die Einheiten so anschaue, aus denen Sie stammen – das Jagdkommando, die Militärpolizei, das Jägerbataillon 25 – so bin ich sehr zuversichtlich. Sie haben eine jahrelange gute Ausbildung hinter sich und – wie Brigadier Riener in seiner Rede erwähnt hat – zwei intensive Monate mit einer einsatzraumspezifischen Vorbereitung hinter sich. Damit können Sie die Aufträge, die von ihnen gefordert werden, in Afrika bestens bewältigen und sorgen so für mehr Sicherheit im Einsatzraum. Ich wünsche Ihnen alles Gute und passen Sie gut auf sich und ihre Kameraden auf!“

Österreich beteiligt sich seit August 2015 mit Stabs-, und Ausbildungspersonal an der Trainingsmission. (Zuvor, ab März 2013, mit militärmedizinischem und stabsdienstlichem Personal.) Das Ziel der EU-Trainingsmission ist, solidarisch an den Bemühungen der EU mitzuwirken, die malischen Streitkräfte in die Lage zu versetzen, die vollständige Integrität des malischen Staatsgebietes wiederherzustellen.

Derzeit beteiligen sich 26 Nationen mit einer Truppenstärke von rund 1. 000 Personen an der Trainingsmission. Spanien stellt mit 527 Personen das größte Kontingent.

Der vergangene Ministerratsbeschluss vom 3. November 2021 ermöglicht die Teilnahme österreichischer Kräfte bis zum 31. Dezember 2022. Österreich stellt dabei nicht nur den „Mission Force Commander“ sondern auch wichtige Funktionen im Stab bzw. im Missionshauptquartier in Bamako, in wesentlichen Ausbildungseinheiten wie der „Education & Training Task Force“ in Kouilkoro und einem der drei „Force Mobile Training & Mentoring Teams“ in Sevare.

Mit der Stabilisierung der Sicherheitslage in Mali, durch in weiterer Folge gut ausgebildete und rechtmäßig operierende malische Streitkräfte, soll die Bedrohung durch terroristische Gruppen in Mali verringert werden. Damit einher gehen auch die Reduktion des Menschenhandels, die irreguläre Migration, der Drogen- und Waffenschmuggel, um nur einige Beispiele zu nennen. Durchwegs Bedrohungen, die die Sicherheitslage in Europa und somit auch für Österreich, gefährden.

KK/KK

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