Pensionistenverband: Energiepreise gehen durch die Decke – PensionistInnen und Familien werden von Türkis-Grün im Stich gelassen

Kopietz: 1,8 Prozent Pensionsanpassung unzureichend

Wien (OTS) – „Während Heizöl im Jahresvergleich um mehr als 60(!) Prozent teurer geworden ist, werden PensionistInnen mit lächerlichen 1,8 Prozent Pensionserhöhung ab Jänner 2022 abgespeist. Von den extremen Preisanstiegen bei Energie von fast 23 Prozent sind nicht nur PensionistInnen extrem betroffen, sondern auch Familien, alleinerziehende Personen, jungen Menschen und Arbeitslose. Heizöl, Treibstoff, Gas, Holz, Fernwärme und Strom sind in den vergangenen 12 Monaten zum Teil extrem teurer geworden. Die Teuerung ist so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr und die österreichische Bundesregierung schaut zu und tut nichts“, kritisierte heute der Wiener Landespräsident des Pensionsitenverbandes, Harry Kopietz.

Kopietz: „Einkommensschwache Haushalte müssen rasch und unbürokratisch durch einen Zuschuss zu den Heizkosten unterstützt werden, beispielsweise durch die Senkung der Umsatzsteuer auf Gas und Strom für Haushalte. Sollten Haushalte die Energierechnung nicht sofort begleichen können, fordere ich einen Abschalte-Stopp von Strom, Heizung und Gas sowie Ratenvereinbarungen.“

1,8 % Pensionsanpassung unzureichend
Im Pensionsrecht ist zwar eine Abgeltung der Inflationsrate festgehalten, aber nur mit einem extrem langfristigen Nachzieheffekt. Die Pensionsanpassung im kommenden Jahr 2022 liegt mit 1,8 Prozent wieder einmal deutlich unter der aktuellen Teuerung. „PensionistInnen müssen ein weiteres Mal aus eigener Tasche den Verlust der Kaufkraft finanzieren. Längst angebracht wäre daher ein Kaufkraftsicherungs-Hunderter für PensionistInnen“, so der Wiener Pensionistenverbands-Präsident.

„Erinnern wir uns an die Zeit von 2000 bis 2006: Die Inflationsrate betrug in diesen sechs Jahren 14,2 Prozent, die ÖVP/FPÖ und ÖVP/BZÖ Regierungen ‚gönnten‘ den SeniorInnen damals nur eine Pensionssteigerung von 7,2 Prozent. Dieses Versagen der damaligen Bundesregierung wirkt sich bis heute und weiter in die Zukunft aus: Alle derzeit in Pension befindlichen, aber auch alle, die in Zukunft in Pension gehen, wurden um 12 Prozent an Kaufkraft beraubt. Das gleiche Spiel geht unter der türkis-grünen Regierung munter weiter“, so Kopietz abschließend.

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