
Juraczka/Hungerländer: Eine Entehrung des Lueger-Denkmals darf nicht stattfinden
Im Zuge der künstlerischen Kontextualisierung muss der respektvolle Umgang im Vordergrund stehen
Wien (OTS) – „Aktuelle Aussagen von Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler nähren unsere Zweifel, dass das Lueger-Denkmal auch in einer sachlichen Art und Weise umgestaltet wird“, so Landtagspräsident Manfred Juraczka und Gemeinderätin Caroline Hungerländer in einer ersten Reaktion.
So habe die Stadträtin in der gestrigen ORF-Sendung „Kulturmontag“ auf die Frage des Moderators, dass es seitens der Wiener ÖVP das ausdrückliche Begehren gebe, dass keine Entehrung stattfinde, sinngemäß verlautbart, dass die Ausschreibung von ihrer Seite aus entworfen werde und sie dabei maximale Freiheit garantiere.
Wie bereits im November betont, begrüße die Volkspartei Wien bekanntlich eine künstlerische Kontextualisierung des Lueger-Denkmals. Dies aber, wie erwähnt, unter der Prämisse, dass in diesem Zuge keine Entehrung stattfinde. „Die Kulturstadträtin hat mit ihrer Ausschreibung den respektvollen Umgang mit dem Lueger-Denkmal sicherzustellen. Alles andere wäre eine Form der „Cancel Culture“, die dezidiert abzulehnen ist“, so Juraczka und Hungerländer weiter.
Die alleinige Fokussierung auf Lueger in Zusammenhang mit Antisemitismus und Populismus, die sich in diesem Interview deutlich manifestiert hat, zeige aber auch, dass man seitens der Sozialdemokratie wieder einmal auf dem linken Auge blind sei. Vor allem wenn man sich ansieht, dass in Wien Erinnerungsplätze bzw. Bauwerke in Zusammenhang mit Renner, Tandler, Reumann oder Helmer existieren, die bis dato in keiner Weise kontextualisiert wurden.
„Eine glaubwürdige Auseinandersetzung mit Denkmälern ambivalenter historischer Persönlichkeiten muss ohne parteipolitische Voreingenommenheit erfolgen, ansonsten entlarvt es sich als zutiefst ideologische Politik. Dies muss auch für die Wiener Sozialdemokratie gelten“, so Juraczka und Hungerländer abschließend.
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