
Konzern-Stromkennzeichnung auf 2024 verschoben –oekostrom AG kritisiert Greenwashing und Intransparenz
* Österreichischer Strommix: Jede sechste in Österreich verkaufte Kilowattstunde aus fossiler Energie, jede dritte über ausländische Zertifikate „saubergewaschen“
* Alle oekostrom AG-Kund:innen (Privatkund:innen, Industrie und Gewerbe) erhalten 100 % erneuerbaren Strom mit dazugehörigen Nachweisen aus Österreich
* Nur oekostrom AG und Energie Burgenland liefern 100 %
erneuerbaren Strom aus Österreich an Industrie und Gewerbe
Gestern veröffentlichte die E-Control den Stromkennzeichnungsbericht 2021, in dem die (erneuerbaren) Stromanteile verschiedener Energieversorger gelistet sind. Wie seit Beginn ihrer Unternehmensgeschichte hat die oekostrom AG auch im Jahr 2020 100 % erneuerbar erzeugten Strom aus Österreich verkauft – auch an alle Industrie- und Gewerbekund:innen. Das Unternehmen nutzt demnach keine Zertifikate (Herkunftsnachweise) aus dem Ausland und hat mit mehr als 25 % einen der höchsten Anteile aus Wind- und Sonnenkraft aller österreichischen Anbieter. Vor mittlerweile 21 Jahren, im Dezember 2000, hat die oekostrom AG Europas erste anerkannte Stromkennzeichnung präsentiert, die auch Vorbild für das heutige Umweltzeichen „UZ46 Grüner Strom“ war.
„Es ist uns gelungen, die Anteile an Windkraft und Photovoltaik im oekostrom AG-Versorgermix über die vergangenen fünf Jahre von 19 auf fast 26 % zu steigern. Diese Strategie werden wir in den kommenden Jahren fortsetzen. Denn immerhin gelten Wind und Sonne als die erneuerbaren Energiequellen mit dem größten Ausbaupotenzial“, so Ulrich Streibl, Vorstandssprecher der oekostrom AG.
Kritik an Verschiebung der Konzernkennzeichnungspflicht
Momentan umfasst die Stromkennzeichnung den Strommix eines einzelnen Anbieters, nicht aber den gesamten Konzernmix. Damit können Konzerne über eigens gegründete „grüne“ Tochtergesellschaften vermeiden, dass sie den fossilen Anteil ihrer Geschäfte für ihre Kund:innen ausweisen müssen. Den Privatkund:innen wird der scheinbar 100 % saubere Strom aus Österreich verkauft, während im Gewerbe- und Industriebereich ausländische Zertifikate und fossiler Strom vertrieben werden. „Man muss in diesem Zusammenhang ganz klar von Greenwashing sprechen“, so Hildegard Aichberger, im oekostrom AG-Vorstand für Vertrieb und Marketing zuständig.
Viele Stromanbieter arbeiten nach diesem Prinzip: In Tochtergesellschaften, meist im Bereich der Businesskund:innen, wird der fossile und mit ausländischen Zertifikaten saubergewaschene Strom geparkt, während Privatkund:innen die Geschichte von 100 % grünem Strom erzählt wird. Im Konzernverbund verbleiben aber teils signifikante Anteile an fossil erzeugtem oder mit ausländischen Zertifikaten grün gewaschenem Strom. Dies führt zu Intransparenz gegenüber den Kund:innen. Einige große Energieversorger haben durchgesetzt, dass sie diesen Schmäh noch bis 2024 betreiben dürfen. Spät, aber doch schiebt der Gesetzgeber ab 2024 diesen Praktiken einen Riegel vor und sorgt für Transparenz und faire Rahmenbedingungen. Die oekostrom AG, die seit mehr als zwanzig Jahren für diese Transparenz kämpft, hätte sich diesen Schritt zum Wohle der Kund:innen schon früher gewünscht.
Die gesamte Presseinformation samt Infografik zu Stromkennzeichnung und Herkunftsnachweisen bei ausgewählten Stromversorgern finden Sie [hier.] (https://www.ots.at/redirect/oekostrom40)
DI Gudrun Stöger
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