
SPÖ-Heide: Augen auf beim Ticketkauf!
EU muss gegen Wucherpreise und Betrug auf Online-Ticketportalen vorgehen
Wien (OTS/SK) – „Tickets für Konzerte oder Sportevents sind beliebte Weihnachtsgeschenke, aber gerade auf dem Ticketzweitmarkt, den diversen Online-Plattformen auf denen Tickets weiterverkauft werden, gilt es, besonders vorsichtig zu sein“, warnt SPÖ-EU-Abgeordneter Hannes Heide. „Auf Seiten wie Viagogo verkaufen meistens nicht Private, die eine Karte übrighaben, sondern Großhändler, die Mithilfe von Software im Vorverkauf in Sekundenschnelle Eintrittskarten aufkaufen, um sie dann zu überhöhten Preisen weiterzuverkaufen. Die Steuerpflicht überlässt Viagogo dabei den Verkäufer*innen und immer wieder gibt es Probleme mit gefälschten Tickets. Das schadet den Künstler*innen, Veranstalter*innen und ehrlichen Kartenverkäufer*innen gleichermaßen und widerspricht auch der geltenden Rechtslage in Österreich und der EU. Wir müssen endlich viel härter gegen die illegale Praxis der Ticketportale vorgehen. Denn wirklich profitieren davon nur die großen Konzerne. So hat eBay mit dem Verkauf des Ticketportals StubHub im Jahr 2020 über vier Milliarden Dollar verdient.“ ****
Hannes Heide weist auch auf die besondere Marktsituation vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie hin: „Dieses Jahr hat die Rückkehr von Live-Veranstaltungen nach dem Lockdown zu einem Boom auf dem europäischen Zweitmarkt für Eintrittskarten geführt, der durch die hohe Nachfrage und die geringeren Kapazitäten der Veranstaltungsorte angeheizt wurde. Die Rechtsstreitigkeiten mit sekundären Ticketing-Plattformen häufen sich in der gesamten EU. Dabei hat das Europäische Parlament den Weiterverkauf von Karten, die mit sogenannten Ticket-Bots angekauft wurden, bereits im Vorjahr verboten. Auch das EU-Wettbewerbs- und das Verbraucherschutzrecht bieten viele Anknüpfungspunkte, sie müssen aber endlich konsequent und systematisch auf dem Ticketzweitmarkt angewandt werden.“
In Österreich ist 2019 ein wichtiger Etappensieg gelungen. Nach einem Urteil des Linzer Landesgerichts wurde die Schweizer Online-Kartenbörse Viagogo dazu verpflichtet, die Identität der Kartenverkäufer*innen offenzulegen. „Damit konnten betrogene Konsument*innen rechtlich gegen die Verkäufer*innen vorgehen. Außerdem musste die Plattform Käufer*innen über den Originalpreis oder die Personalisierung der Tickets informieren. In diese Richtung muss die EU-Kommission auch weitere EU-weite Regelungen vorschlagen, um so Verbraucher*innen vor Wucherpreisen und Betrug schützen!“, so Heide abschließend. (Schluss) up
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