Grüne Wieden/Tinhof, Prack: Appartements statt Wohnungen sind verpasste Chance für 4. Bezirk

Grüne Wien unterstützen Protest der Anrainer:innen – Kritik an Bezirksvorsteherin Halbwidl

Wien (OTS) – Auf dem Innenhof des Bergstaller-Areals in der Wiedner Hauptstraße 52 sollen 250 gewerblich genutzte Kurzzeit-Appartements gebaut werden. Das Projekt übertrifft die schlimmsten Befürchtungen der Grünen: „Hier wird eine einmalige Möglichkeit verpasst, lebenswerten innerstädtischen Wohnraum zu schaffen. Ein begrünter, entsiegelter Innenhof wäre gerade im dicht verbauten Gründerzeitviertel eine Chance für eine Erhöhung der Lebensqualität“, kritisiert Georg Prack, Wohnbausprecher der Grünen Wien.

Die Grünen Wieden üben scharfe Kritik an der Informationspolitik der Bezirksvorsteherin: „Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen wurde ohne vorherige Ankündigung ein riesiges Bauprojekt im Wiedner Bauausschuss präsentiert. Bezirksvorsteherin Halbwidl hat die Öffentlichkeit nicht informiert und es verabsäumt, den Bauausschuss bei der Projektentwicklung einzubeziehen. Das Ergebnis ist eine Maximalverbauung ohne jeden Mehrwert für den Bezirk“, so Julia Tinhof, stellvertretende Bezirksvorsteherin auf der Wieden.

Bei den Grünen ist man auch über zeitliche Ansetzung des Bauverfahrens irritiert. Das Bauverfahren wurde in den drei Wochen vor Weihnachten ausgeschrieben und die Einspruchsfrist für Anrainer:innen mit 31.12.2021 festgelegt: „Das ist der denkbar schlechteste Zeitpunkt für ein Verfahren, das eigentlich Information und Diskussion gewährleisten sollte. Es entsteht der Eindruck, dass hier ein Monsterprojekt eingebracht werden sollte, ohne dass die Öffentlichkeit Wind davon bekommt“, kritisiert Prack.

Durch das vorliegende Projekt soll am Areal der Bergstaller-Gründe ein weiträumiger Innenhof mit 250 gewerblich genutzten Kurzzeit-Mietappartments in Form von Gebäuderiegeln maximal verbaut werden. Mit einer Tiefgarage mit 100 Stellplätzen soll das Gelände zur Gänze unterbaut werden. „Was ein begrünter Innenhof mit lockerer Wohnverbauung in perfekter Innenstadtlage werden könnte, wird nun maximal versiegelt und durch die Nutzung als Kurzzeit-Appartements anonym bewohnt“, so Tinhof.

Bei den Grünen verweist man auch auf den Protest von Anrainer:innen gegen das Projekt: „Die umliegenden Anrainer:innen sind entsetzt über die maximale Versiegelung der Flächen. Die klimatischen Alibi-Aktionen können nicht über die maximale Verbauung des gesamten Grundstücks hinwegtäuschen. Wir unterstützen daher den Protest der Anrainer:innen gegen das Projekt“, so Tinhof abschließend.

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