
FPÖ – Hafenecker: ORF wird immer tiefer von Regierungspropaganda infiltriert
ORF-Redakteurin fragt nach Konsequenzen für Polizisten, die es sich erlauben, dem Corona-Kurs der Regierung nicht vorbehaltslos zu folgen
Wien (OTS) – Dass sich der ORF seit der Corona-Pandemie zusehends zum Regierungslautsprecher entwickelt habe, sei bereits hinlänglich bekannt. Eine neue Qualität der Regierungshörigkeit ließ heute ORF-Redakteurin Simone Stribl erkennen. Im Pressefoyer nach dem Ministerrat richtete sie folgende Frage an Innenminister Karner: „Es gibt immer wieder Polizisten, Gewerkschafter, die auf den Coronademos mitgehen. Wir haben Polizisten gesehen, die lachend Fotos mit Coronademonstranten machen und auch diesen Brief, den es gestern gegeben hat. Was tun sie mit diesen Polizisten, die Sympathien für Verschwörungstheorien, Coronaleugner, etc. haben?“
Für FPÖ-Mediensprecher NAbg. Christian Hafenecker wurde damit eine rote Linie überschritten. Er richtet seinerseits folgende Fragen an die ZiB-Redakteurin Stribl und ersucht höflich um Antworten:
1. Worin genau liegt der Skandal oder ein allenfalls dienstrechtlich
verwerfliches Verhalten, wenn Polizisten in ihrer Freizeit an
Demonstrationen teilnehmen?
2. Ist es einer Gruppe offenbar sehr besorgter Polizisten verboten,
einen offenen Brief an ihren Chef zu schreiben? Ich erinnere an eine
ganze Reihe von offenen Briefen, die der ORF-Redakteursrat in den
letzten Jahren an den eigenen ORF-Generaldirektor geschrieben hat,
wenn er kritische Vorgänge im ORF ausgemacht hat. In diesem Fall
wurde im ORF sogar sehr gerne über solche offenen Briefe berichtet.
3. Woher nehmen Sie die Information, dass Polizisten Sympathien für
Verschwörungstheorien und Coronaleugner haben? Soweit mir bekannt
ist, gehen die hunderttausenden Menschen in erster Linie gegen die
Corona-Maßnahmen der Regierung auf die Straße. Ein Leugnen der
Viruserkrankung konnte ich auf diesen Demos bislang nicht
feststellen.
4. Was kommt als nächstes? Wollen Sie auch Polizisten kündigen, die
eine Sympathie für die FPÖ erkennen lassen? Oder verlangen Sie
dienstrechtliche Konsequenzen für ORF-Kollegen, die Positionen der
FPÖ gar nicht so schrecklich finden?
5. Merken Sie eigentlich, dass sie 1:1 die Regierungspropaganda
übernehmen und das dann auch noch unter dem Schutzmantel der
Berufsbezeichnung „Redakteurin“ ungeprüft verbreiten?
Christian Hafenecker erwartet sich vom neuen ORF-Generaldirektor Roland Weißmann ein klärendes Gespräch mit Redakteurin Stribl und eine öffentliche Entschuldigung für die Verunglimpfung der hunderttausenden Demo-Teilnehmer durch den ORF. „Angesichts der ÖVP-Nähe des neuen ORF-Generals habe ich aber eher die Befürchtung, dass Frau Stribl nach ihrer ungeheuerlichen Entgleisung sogar noch mit einer Beförderung belohnt wird“, hielt der freiheitliche Mediensprecher abschließend fest.
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