Schneefälle: Bundesheer unterstützt bei Lawinensprengungen

Lawinensituation sehr angespannt, Bundesheer steht mit Hubschraubern bereit

Wien (OTS) – Seit Donnerstag, den 3. Februar 2022, unterstützt das Österreichische Bundesheer wegen der äußerst angespannten Lawinensituation in den Nordalpen die assistenzanfordernden Behörden. In der Steiermark war am vergangenen Donnerstag ein „Alouette“ III -Hubschrauber zur Lawinensprengung im Einsatz. In den Gebieten rund um die Planneralm, die Tauplitz und Eisenerz wurden lawinengefährdete Hänge erkundet und abgesprengt. Auch in Tirol und Vorarlberg stehen jeweils ein Hubschrauber des Typs Agusta Bell 212 zur Verfügung, wobei in Vorarlberg Erkundungs- und Transportflüge durchgeführt wurden.
„Wie wichtig die militärische Unterstützung nicht nur zu Lande, sondern auch in der Luft ist, zeigt die momentane angespannte Lawinensituation in Österreich. Für Naturkatastrophen braucht es unter anderem die Hilfe unseres Bundesheeres. Unsere Soldatinnen und Soldaten kommen dann zum Einsatz, wenn zivile Hilfskräfte alleine nicht mehr ausreichen. Das Militär unterstützt dabei einen Ernstfall durch beispielsweise einen Lawinenabgang, zu verhindern und damit die Sicherheit aller Bürger zu gewährleisten. Aufgrund der langjährigen Erfahrung und Expertise bei Katastropheneinsätzen ist unser Bundesheer der richtige Ansprechpartner, wenn es um Schutz und Hilfe der Bevölkerung geht“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.
Die Lawinensprengung in der Steiermark erfolgte durch die dreiköpfige Besatzung (Pilot, Bordtechniker und Lawinensprengbefugter), welche nach einer Prüfung der sogenannten Lawinenstriche einen Sprengpunkt angeflogen haben. Die Sprengung erfolgte mit Industriesprengstoff, der in Paketen zu je ca. fünf Kilogramm vom Hubschrauber aus abgeworfen wird. Der Explosionsdruck löst dann gezielt potenzielle Lawinen aus. Während der Sprengungen ist der Liftbetrieb aus Sicherheitsgründen eingeschränkt. Seit gestern sind am Hubschrauberstützpunkt in Vomp und in der Walgau-Kaserne jeweils ein Transporthubschrauber des Typs Agusta Bell 212 bis heute stationiert. Über das Wochenende stehen auf Alamierungsbasis nach Assistenzanforderung der Länder Tirol und Vorarlberg Luftfahrzeuge bereit.
Während des Winters stehen drei Hubschrauber inklusive Besatzung, eine „Alouette“ III, ein S-70 „Black Hawk“ und ein Agusta Bell 212 auf Anforderung zur Verfügung. Diese unterstützen beim Transport der eingesetzten Kräfte in unwegsames Gelände, bei der Bergung von Personen oder Transport von notwendigen Gütern sowie bei der Erkundung von lawinengefährdeten Hängen. Bis Anfang April 2022 steht das Bundesheer für den Kampf gegen die Schneemassen bereit.
DR/MT

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