Heide/Schieder: Eine Partnerschaft auf Augenhöhe zwischen EU und Afrika ist lange überfällig!

EU-Afrika-Gipfel startet diesen Donnerstag in Brüssel

Wien (OTS/SK) – Die Staats- und Regierungschefs der EU und der Afrikanischen Union kommen morgen in Brüssel zum sechsten EU-Afrika-Gipfel zusammen, um die Zukunft der politischen Partnerschaft zwischen Europa und Afrika zu erörtern. Hannes Heide, SPÖ-EU-Parlamentarier und Mitglied der Delegation zu den AKP-Staaten, kommentiert: „Vor einem Jahr haben wir hier im Europäischen Parlament die ‚Neue Strategie EU-Afrika‘ für eine Partnerschaft für nachhaltige und inklusive Entwicklung verabschiedet. Das war ein wichtiger Schritt, dennoch müssen wir endlich anfangen, diese interkontinentale Partnerschaft auf Augenhöhe auch umzusetzen! Afrika ist in vielerlei Hinsicht ein wichtiger Partner für Europa und umgekehrt. Aus diesem Grund ist es so wichtig, dass die EU die afrikanischen Staaten bei dem weiteren Aufbau ihres Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesen unterstützt sowie ihre Wirtschaft stärkt und den grünen und digitalen Wandel fördert. Auch bei den Themen Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Good Governance sowie Presse- und Medienfreiheit muss die EU noch mehr tun!“

Auch SPÖ-EU-Delegationsleiter Andreas Schieder spricht sich für eine engere Zusammenarbeit aus. „Die EU trägt auch eine Verantwortung gegenüber Afrika. Das Mindeste wäre, sich mit den vielfältigen Herausforderungen dieses Kontinents auseinanderzusetzen und es nicht etwa als ein einziges Land zu betrachten und so zu bezeichnen“, nimmt Schieder Bezug auf die Aussagen von Wirtschaftsministerin Schramböck. ****

„Die Klimakrise beispielsweise trifft den afrikanischen Kontinent besonders hart, wobei die afrikanischen Staaten prozentual viel weniger zum Klimawandel beitragen als so manche westlichen Staaten. Extreme Wetterverhältnisse, Fluten, Dürren und kurze Regenzeiten sind bereits Realität und es wird erwartet, dass sich die Situation in den nächsten Jahren noch verschlimmert. Auch die Corona-Pandemie hat verheerende Auswirkungen auf den Kontinent. Hier tragen wir Verantwortung und dürfen Afrika nicht einfach alleine lassen!“, so Schieder.

Die beiden EU-Parlamentarier sind sich einig, dass insbesondere bei der Impfstoffverteilung schnell gehandelt werden muss: „Das WHO-Ziel für 2021 war eine globale Impfquote von 40 Prozent, heute fehlen dafür in Afrika nach wie vor 900 Millionen Impfstoffdosen. Auf dem afrikanischen Kontinent herrscht eine extreme Notlage, was den Zugang zu Impfungen angeht. Die Verteilung von Impfstoffen geht weltweit so weit auseinander, dass wir diese Situation nicht weiter akzeptieren können. Pro Kopf erreichen 15 Mal weniger Impfdosen Afrika als die G20-Staaten. Nur 10 Prozent der Bürger*innen auf dem afrikanischen Kontinent sind geimpft. Wenn wir die Pandemie endgültig in den Griff bekommen wollen, müssen wir auch über unsere Grenzen hinwegschauen. Daher appellieren wir an die EU-Staats- und Regierungschefs, diesen Gipfel sinnvoll zu nutzen, um endlich eine Lösung für dieses Problem zu finden.“ (Schluss) bj

Lena Rank
Pressesprecherin der SPÖ-Delegation im Europäischen Parlament
+32 472397210
lena.rank@europarl.europa.eu

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